Theaterstücke - Theaterverlag Hofmann-Paul

Theaterstücke - Thema Herzlichen Glückwunsch Jörg Menke-Peitzmeyer!









Herzlichen Glückwunsch Jörg Menke-Peitzmeyer!

Unser Autor Jörg Menke-Peitzmeyer feiert in diesen Tagen seinen 50. Geburtstag, zu dem wir ihm von dieser Stelle aus ganz herzlich gratulieren möchten.

Klassenzimmerstück, Jugendstück, Schauspiel oder Komödie, Monolog, Kammerspiel oder große Besetzung: Jörg Menke-Peitzmeyers Werke sind genre- und generationenübergreifend wie sein mit dem IKARUS 2015 ausgezeichnetes letztes Projekt The Working Dead. Seine Jugendstücke gehören zum festen Kanon des Jungen Theaters, seine Klassenzimmerstücke sind aus dem Repertoire der Jungen Bühnen nicht mehr wegzudenken. Erste Stunde, tausendfach gespielt, ist ein Klassiker.

Von Armut bis Zombies - die vielfältigen Themen seiner Werke

Seine Themen findet er mitten im Leben: Armut, Abschiebung, B-Jugend, Borussia, China, Deutsche Einheit, Essstörung, Entführung, Fußball, Generationenkonflikt, getürkt, heilig, Identitätskrisen, Jugendbanden, Kommunion, Kirche, Lehrer, Mobbing, Nacktputzer, Opas, Papst, Querelen, Religion, Sehnsucht, Schalker, Schmiere, Tod, Trauer, Ultras, Verführung von Kindern, Westfalen-Stadion, seX, Y-Chromosom, Zeit (geschenkte), Zombies. Zum aktuellen Thema Abschiebung findet er einen Zugang über die Sprache, er experimentiert mit einem Staccato Sprech seines Protagonisten. Für das entstandene Stück Getürkt erhält er ein Stipendium des Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreises und die Nominierung zum Deutschen Jugendtheaterpreis. Das Stück konzentriert sich auf die existentielle Erschütterung des Sechzehnjährigen Musa, für den nichts mehr ist, wie es war.

Menke-Peitzmeyer gelingt es mit Komik, Funken aus trostlosen Situationen zu schlagen. Seine Stücke gehen unter die Haut, halten eine kritische Distanz und bewahren durch Humor und Sprachwitz ihre Leichtigkeit.

Aufstehen - hinfallen - weitermachen - das Überlebensprogramm seiner Figuren

Durch seine Stücke erleben unzählige Schüler und Jugendliche Theater als lebendigen Ort, an dem ihre Erfahrungen mit dem Glück und den Krisen nicht nur dargestellt, sondern ernst genommen werden. Überhaupt: Seine Stücke über die Alltagshelden auf dem Platz und am Ball zeigen in den Fußballstücken wie Seht auf wenn ihr Schalker seid, B-Jugend oder den Jugendstücken Du siehst Gespenster, Schmiere stehn, Mandy – Im Tal der Ahnungslosen und Getürkt das Überlebensprogramm all seiner Figuren: rennen-hinfallen-aufstehen-weitermachen. 

Auch die Not der Erwachsenen hat er im Blick. Seine Komödien sind hinreißende Verwechslungsspiele, in denen nicht nur der Ball die Figuren auf Trapp bringt. In Wechselfieber, Golden Foul, Der Manndecker und Abstiegskampf bringt die Liebe und der Rubel einige in Wallung; in den Fangesängen werden die Leiden und die Leidenschaften von Spielern, Fans und Funktionären abgeklopft. Vor, während und nach dem Spiel. Im Nacktputzer schlägt er aus der Existenzkrise des Sohnes und der Einsamkeit der Mutter komödiantisches Kapital.

Krisensituationen bewältigen seine Protagonisten mit Tempo, Witz und dem direkten Blick. Eine schwere Krankheit wie in Du siehst Gespenster, Ten things to to before I die oder existenzielle Fragen nach Identität oder Glauben wie in Getürkt, Kommunionkinder, Jan Niklas will den Papst treffen verpackt er in alltägliche Situationen. So macht er die Nöte seiner Figuren erfahrbar, ganz gleich ob Kind oder Erwachsener, und erweitert den eigenen Blick.

Alltagshelden und Außenseiter - seine einmaligen Figuren 

Zu sprechen wäre noch über die von ihm geschaffenen Figuren. Natürlich lieben wir alle. Sie sind Außenseiter, nicht nur liebenswert, mit einem Tick oder einem Hang zur Melancholie, die es im Alltag nicht leicht haben, doch unbeirrt für ihre Ideale und Ideen kämpfen. Chrissie, die Fußballverrückte, stürmt seit der WM etliche Bühnen, bis heute trägt sie Schals in den Vereinsfarben der Welt. Ihre Hingabe an den Club berührt viele, gleichzeitig entsetzt ihre fehlende Empathie für echte Freunde. Jürgen stellt sich als Mobbing Opfer in den Klassenzimmern vor, teilt aber auch aus und bringt das Opfer/Täter Denken der Schüler gehörig durcheinander. Miriam, die Selbstbewusste, geht zu fremden Beerdigungen und genießt den Blick der Witwen, ihre Selbstinszenierung ist ein skurriler Weg der Identitätsfindung. Kim, schrill und verzweifelt, sucht mit ihrer selbstgebastelten Porno-Zeitung einen Weg aus der Armut, Musa, der Abgeschobene, sucht sich in der Fremde selbst, der Zehnjährige Niklas sucht allen Ernstes den Papst und Laura, das Kommunionkind, sucht niemand anderen als Gott.

Es sind Gefühle wie Scham, Trotz und Wut, die seine Figuren antreiben und rebellisch werden lassen, damit festgefahrene Beziehungsgeflechte in den Familien aufbrechen. Die Mutter wird aus Scham zur Diebin in Zehn kleine Marzipanschweine, der Vater sucht verzweifelt den Kontakt zu seinem Sohn – und trägt doch bloß die Sporttasche nach in Ich bin ein guter Vater. Es bleibt die Erkenntnis: Keine Familienpackung Schokoriegel kann die fehlende Umarmung der Eltern ersetzen in Der Essotiger und keine Verletzung kann einfach unter den Teppich gekehrt werden in Der Nacktputzer.

Seine Stücke berühren, sie sind lebendige, tiefgehende Diskurse über das Leben, die über die Aufführung hinaus nachwirken und das Gespräch mit dem Publikum suchen.

 

Die Presse schreibt zur Uraufführung von „Du siehst Gespenster“ am Stadttheater Ingolstadt:

Jörg Menke-Peitzmeyer hat mit „Du siehst Gespenster" ein Stück geschrieben, das unter die Haut geht. Ein Stück über Leben und Tod. Ein Stück ab zwölf Jahren. Und weil er in den Mittelpunkt einen Teenager gestellt hat ..., werden diese existenziellen Fragen so verhandelt, dass ein Kind sie begreift. Aber der Autor ist klug genug, diese schwierigen Themen mit verblüffender Komik zu paaren, zu brechen, zu verweben. Die Zuschauer auf ihrer Reise zu ködern, sie immer wieder durch Lachen zu befreien. Und er wählt dazu eine hoch poetische Sprache: „Ich will auch den Sound hören, wenn mein Herz bricht", lässt er etwa Lena sagen, die Leid gerne in Kauf nehmen würde, wenn sie doch nur leben dürfte.“ (Donaukurier, 29.09.2007)

Zur Uraufführung von "Ten Things To Do Before I Die" am Chawwerusch Theater Herxheim:

„Was ist Zeit? 'Ne ziemlich relative Angelegenheit, wenn ihr mich fragt...vor allem dann, wenn man in einem halben Jahr tot ist“, begrüßt Marie (Miriam Grimm) das Publikum locker vom Hocker und quasselt munter weiter, obwohl sie sehr gut weiß, dass dieser Schlag erst mal sitzt. Wehmütige Rückblicke sind da nicht das richtige Rezept, „das ist was für Leute, die 90 werden oder so“, befindet die Protagonistin und blickt stattdessen nach vorn. Marie schreibt zehn Dinge auf eine To Do-Liste, die sie nun mit Hilfe eines Freundes konsequent, aber immer schwächer werdend, erledigen will. Die sechs Monate Echtzeit, die ihr noch bleiben, werden im Theaterstück auf exakt 90 Bühnenminuten heruntergebrochen.

Klingt ziemlich dramatisch? Ist es auch! Aber todtraurig ist es beileibe nicht. Denn diese 90 Minuten haben eine solch geballte Ladung an Energie und Esprit, Gedankentiefen und emotionales Höhenflügen, sanfter Situationskomik und verblüffendem Sprachwitz, dass das Publikum gebannt am Ball bleibt, sich gerne mittragen lässt vom dem Auf und Ab der blitzartig wechselnden Gefühlslagen und – angefeuert und moderiert vom Freund - sogar selbst mithilft, Maries Wünsche zu erfüllen. (Die Rheinpfalz, 20.10.2014)

Zur Uraufführung von "The Working Dead" am Theater Strahl in Berlin:
Das Stück ... bündelt eine beeindruckende Menge an Themen. Das Besondere ist, dass Text und Inszenierung die feinen Zwischentöne treffen, sozialdemokratische Arbeitsträume auf Marx'sche Kritik an entfremdeter Arbeit, der Umgang mit dem Industrieerbe, seinen Gebäuden, den Menschen und der Würdigung ihrer Lebensleistung.

Ein enorm gründlich recherchiertes Material, präzise verdichtet und ohne Schnörkel klar auf die Bühne gebracht. Am Ende: Ein tolles Stück Community-Arbeit. Ein Gänsehautabend nicht zuletzt durch die Senioren, die ganzen Biografien, geatmete Erinnerungen und das echte Oberschöneweide drumherum! (rbb, Susanne Bruha 20.05.2015)

Jörg Menke-Peitzmeyer, 1966 in Anröchte/Westfalen geboren, lebt als freiberuflicher Autor und Schauspieler in Berlin und Istanbul. Seine Stücke sind vielseitig und visionär. Er ist Gewinner und Nominierter zahlreicher Stipendien und Auszeichnungen:

2004 Paul-Maar-Stipendium für "Steht auf, wenn ihr Schalker seid"
2006 Autorenförderpreis der Landestheater  für "Erste Stunde"
2006 Nominierung für den Deutschen Jugendtheaterpreis für "Steht auf, wenn ihr Schalker seid"
2007 Bayerischer Theaterpreis (Bestes Jugendstück) für "Der Essotiger"
2008 Nominiert für den Autorenpreis der Badischen Landesbühne Bruchsal für "Miriam, ganz in Schwarz"
2008 Stipendium des Kinder- und Jugendtheaterpreises des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für "Ich bin ein guter Vater"
2010 Stipendium des Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreises für die Stückentwicklung von "Getürkt" in Zusammenarbeit mit BAAL novo, Theater ohne Grenzen, Offenburg
2012 Nominierung für den Deutschen Jugendtheaterpreis für „Getürkt“
2012 Artist in Residence an der Universität Nanjing, China
2014 Stipendium „Nah dran“ vom Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland und dem Deutschen Literaturfonds für „Kommunionkinder“
2015 IKARUS 2015, Theaterpreis für herausragende Inszenierungen der Berliner Kinder- und Jugendtheater für die Produktion des Theater Strahl "The Working Dead"

Abstiegskampf 8H, Schauspiel, Komödie
Arm aber sexy 1D, 12 +, Jugendstück, Klassenzimmerstück
B-Jugend 2D 2H, 12 +, Jugendstück
Der Essotiger 1H, 12 +, Jugendstück, Klassenzimmerstück
Der Manndecker 1H, Schauspiel, Komödie
Der Nacktputzer 1D 2H, Schauspiel, Komödie
Discotheater 1D 3H, Jugendstück
Du siehst Gespenster 2D 1H, 12 +, Jugendstück
Erste Stunde 1H, 12 +, Jugendstück, Klassenzimmerstück
Fangesänge 1D 3H (freie Besetzung), Chor + Solisten, Schauspiel       
Getürkt 1D 2H, 15 +, Jugendstück                                                         
Golden Foul 2D 9H (Doppelbesetzung möglich), Schauspiel, Komödie, UA frei
Ich bin ein guter Vater 1H, 11 +, Jugendstück, Klassenzimmerstück
Jan-Niklas will den Papst treffen 2D 3H, UA, Schauspiel, Kinderstück, UA frei
Kommunionkinder 1D 3H, 9 +, Jugendstück
Mandy – Im Tal der Ahnungslosen 2D 3H, 14 +, Jugendstück
Miriam, ganz in Schwarz 1D, 14 +, Jugendstück, Klassenzimmerstück
Schmiere stehn 2D 2H, 10 +, Jugendstück
Steht auf, wenn ihr Schalker seid 1D, SE, 12 +, Jugendstück, Klassenzimmerstück
Ten things to do before I die 1D 1H, 14 +, Jugendstück
The Working Dead 3D 3H Chor der Untoten, ÖE, 13+, Schauspiel, Jugendstück
Wechselfieber 2D 6H, Schauspiel, Komödie
Zehn kleine Marzipanschweine 1D, 12 +, Jugendstück, Klassenzimmerstück

 

abstiegskampf

Schauspiel, Komödien

Abstiegskampf, Jörg Menke-Peitzmeyer, 8H

Der Fußballclub steht vor seinem entscheidenden Spiel. Sein oder Nichtsein in der Bundesliga.

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arm-aber-sexy

Jugendstücke, Klassenzimmerstücke

Arm aber sexy, Jörg Menke-Peitzmeyer, 1D, SE, 12+

'Sex sells' weiß die 15-jährige Kim und bietet im Klassenzimmer die neueste Ausgabe ihrer Zeitung „Arm aber sexy“ an. Den Stempel 'arm' läßt sie sich nicht aufdrücken, sie geht in die Offensive.

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b-jugend

Jugendstücke

B-Jugend, Jörg Menke-Peitzmeyer, 2D 2H, 12+

Zwei Jungs in der B-Jugend ihres Vereins träumen von der großen Fußballkarriere, doch nur einer hat das Zeug dazu. Ihre Freundinnen denken auch über die Zukunft nach, doch jede auf ihrem ganz eigenem Level.

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der-essotiger

Jugendstücke, Klassenzimmerstücke, Monolog

Der Essotiger, Jörg Menke-Peitzmeyer, 1H, 12+

Als Tiger-Maskottchen verdient sich der Junge sein Taschengeld: ein praktisches Kostüm gegen die überflüssigen Pfunde, doch ein Fell zuviel, wenn man sich verliebt. Über Essucht, fehlende Anerkennung und eine Restfamilie.

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der-manndecker

Schauspiel, Komödien, Monolog

Der Manndecker, Jörg Menke-Peitzmeyer, 1H

Fußball-Profi Karl-Heinz Flessenkemper ist nur als “Pelle” bekannt, weil er als Manndecker seine Kontrahenten so gedeckt hat, dass kein Blatt Papier mehr zwischen sie passte.

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der-nacktputzer

Schauspiel, Komödien

Der Nacktputzer, Jörg Menke-Peitzmeyer, 1D 2H

Thomas ist achtunddreißig und wohnt noch immer zu Hause. Um seiner Mutter Patricia etwas mehr Lebensfreude zu bescheren, bestellt er einen Putzdienst. Doch nicht irgendeinen, sondern einen Nacktputzer.

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discotheater

Jugendstücke

Discotheater, Jörg Menke-Peitzmeyer, 1D 3H

Raus aus der Kleinstadt! – das ist der Wunsch von Natalie, Ronny und Tom, die sich an diesem Samstagabend in der Disco auf das Spiel des Discobesitzers und Selbstdarstellers Keitel einlassen: "Ich bin die Chance eures Lebens".

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du-siehst-gespenster

Jugendstücke, Religion/Glauben

Du siehst Gespenster, Jörg Menke-Peitzmeyer, 2D 1H, 12+

Lena ist 15 und schwer krank. Eine verrückte Freundin besucht sie im Krankenhaus, Angie, die genau das Gegenteil von Lena ist, streitsüchtig, fordernd und aggressiv und Lena guttut. Als sie sich in denselben jungen Mann verliebt, wird es schwierig.

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erste-stunde

Jugendstücke, Klassenzimmerstücke, Monolog

Erste Stunde, Jörg Menke-Peitzmeyer, 1H, 12+

Jürgen Rickert kommt neu in die Klasse. Bisher war er immer der Loser und das Mobbing-Opfer, doch heute dreht er den Spieß um und provoziert die Schüler.

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fangesaenge

Schauspiel, Stücke mit Musik, Musical

Fangesänge , Jörg Menke-Peitzmeyer, 1D 3H

Ein Stück zwischen Theater, Oper und Musical. Über Fankultur, Ultras und Edelfans, die Ent- fremdung zwischen Spielern und Fans und die Vermarktung einer einzigartigen Atmosphäre

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getuerkt

Jugendstücke, Politik/Geschichte

Getürkt, Jörg Menke-Peitzmeyer, 1D 2H, ÖE, 15+

Der 18jährige Musa wird aus der BRD nach Istanbul abgeschoben, was seine Heimat sein soll, die sie nicht ist. Von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr, was es zu sein scheint.

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golden-foul

Schauspiel, Komödien

Golden Foul, Jörg Menke-Peitzmeyer, 2D 9H

Der Spitzenfußballer Eric Gerth gilt als Superstar, bis ihm eines Tages ein verhängnisvoller Fehler unterläuft.

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