Der Nacktputzer

Der Nacktputzer, von Jörg Menke-Peitzmeyer

Thomas ist achtunddreißig und wohnt noch immer zu Hause. Um seiner Mutter Patricia etwas mehr Lebensfreude zu bescheren, bestellt er einen Putzdienst. Doch nicht irgendeinen, sondern einen Nacktputzer. Aber Thomas kennt weder die eigenen erotischen Wünsche, noch die seiner Mutter, so wird das Geschenk zum Selbstläufer. Prompt vermutet die strenge Patricia hinter dem ausländischen Mann einen terroristischen Drahtzieher. Erst als der Fremde sie an ihren verstorbenen Mann erinnert, taut sie auf, und schon bald gibt es kein Halten mehr. Als Andrzej endlich nackt ist, fällt die Mutter in Ohnmacht, der Sohn ist überzeugt, „das war ein Befreiungsschlag“. Doch an dem Abend geht nicht nur einer zu Boden: nachdem Andrzej von einer mobilen Anti-Terroreinheit vorübergehend k.o. geschlagen wird, schlägt für alle die Stunde der Wahrheit. Mit dem Nacktputzer dringt das Fremde und Sexuelle in die gutbürgerliche Mutter-Sohn-WG und bringt einiges ans Tageslicht, was jahrelang unter den Teppich gekehrt wurde. Andrzej wird zum Schmerzensmann, der buchstäblich am eigenen Leib die Kehrseite bürgerlicher Ordnung und Moral erfährt. Wer befreit sich hier eigentlich von wem und wovon?

Eine tiefgründig-absurde Komödie über Verschwiegenes und Verdrängtes, über Ordnungsliebe und Gewaltbereitschaft und über einen ganz normalen Job.

  • 12. September 2014
    Theater am Turm, Villingen-Schwenningen
  • 30. Januar 2011
    Nordharzer Städtbundtheater, Halberstadt/Quedlinburg
  • 03. Dezember 2010
    Nordharzer Städtbundtheater, Halberstadt/Quedlinburg

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