Mandy – Im Tal der Ahnungslosen

Mandy – Im Tal der Ahnungslosen, von Jörg Menke-Peitzmeyer

Inhalt

Mit schwarzbemalten Katzenaugen, knallrotem Lippenstift, Lederjacke und Punk-Kassette im Gepäck kommt Mandy 1989 aus Ostberlin in ein schwäbisches Kaff, um nach Jahren der Trennung ihre Familie zu besuchen – und wird erst einmal von einem Kulturschock getroffen: „Karl der Käfer“ dröhnt aus der Jukebox in der Dorfkneipe und bei Ostwind gibt‘s keinen Fernseh-Empfang: Herzlich willkommen „Mandy im Tal der Ahnungslosen“!
Leipziger Montagsdemos und Prager Botschaftsflüchtlinge sind nur Randnotizen im schwäbischen Provinzalltag. Auch in dem von Ralf, dessen Vater gerade gestorben ist. Er lebt bei seinem deutlich älteren Bruder Stefan und hat noch keinen wirklichen Plan, was er mit seinem Leben anfangen soll. Am Tag der Beerdigung kündigt sich per Telegramm eine Mandy an. Stefan ist schlagartig verändert und verhält sich seltsam, seine Frau Sonja wittert eine Rivalin und Kneipier Zappa Frischfleisch. Tatsächlich tritt mit Mandy aber ein lang geheimgehaltener Teil von Stefans Vergangenheit wieder in sein Leben, über den er nie gesprochen hat. Als Mandy aus Ost-Berlin ankommt, beeindruckt sie mit ihrer Weltläufigkeit und stellt das Gefühlsleben der Familie gehörig auf den Kopf.
Jörg Menke-Peitzmeyer hat im Auftrag des JES eine deutsch-deutsche Geschichte über komplizierte Ost-West-Beziehungen, grenzüberschreitende Familienbande und vergangene und aufkeimende Liebe geschrieben.

Pressestimmen zur Uraufführung am JES am 20.03.2009
„Mandy – Im Tal der Ahnungslosen‘ ist wie eine Unterrichtsstunde in deutsch-deutscher Geschichte. Bei allem Unterhaltungswert ist dem Stück anzumerken, dass es der jungen Generation die Vergangenheit transparent machen will.

Der Autor nutzt die Vorurteile für scharfzüngige Pointen.“ Stuttgarter Zeitung, 24.03.2009

„Mandy“ ist Komödie, ist Tragödie, ist auf jeden Fall ein starkes Stück Theater. Und obendrein viel mehr als eine reine Ost-West-Geschichte.“ SWR 2, 22.03.2009

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