Siebzehn mal Leben von Katharina Bigus

Siebzehn mal Leben

Siebzehn mal Leben von Katharina Bigus

Siebzehn mal Leben

Als Marlene ihren Freundinnen eines Tages erzählt, dass sie schwanger ist, kommen die Mädchen auf eine radikale Idee, die ihre eigene Dynamik entwickelt. Sie beschließen allen Ängsten und Bedenken zum Trotz, gemeinsam schwanger zu werden und schließen einen Schwangerschaftspakt.

Die Mädchen träumen davon, ihre Kinder in einer offenen und freien Frauengemeinschaft zusammen groß zu ziehen, ihnen bessere Mütter zu sein und ein selbstbestimmtes und unbhängiges Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu führen.

Die Jungen sind kritische Beobachter, beste Freunde, besorgte Brüder, Geliebte, unerkannte junge Väter. Der Lebensentwurf der Mädchen wird zum Protest gegen die Erwartungen, Bedenken und Erfahrungen der Erwachsenen. Im Rausch der gemeinsamen Utopie sind die Siebzehnjährigen vor allem eins: Geil auf das Leben!

Der Schwangerschaftspakt bündelt wie ein Brennglas Träume, Ängste, Gedanken und Lebensvorstellungen der Jugendlichen, ihre Sexualiät und ihre Perspektiven. Das Stück stellt Normen und Vorurteile zur Disposition, nimmt die jungen Menschen ernst und zeigt sie fragil, doch mit ungebrochener Lebenslust und dem einmaligen und unwiederbringlichen Gefühl siebzehn zu sein.

Das Stück entstand als Stückentwicklung mit sechs Mädchen und drei Jungen am Landestheater Linz. Ausgangspunkt war eine wahre Begebeneit in den USA, wo an einer High School 18 Mädchen gleichzeitig schwanger wurden und der französische Film 17 Mädchen.

Das Stück in der Inszenierung von Katharina Bigus wurde 2014 mit dem Jurypreis des 5. Schüler- und JugendTheaterTreffens des Wiener Burgtheaters ausgezeichnet.

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