Immerwahr von Sabine Friedrich

Immerwahr

Immerwahr von Sabine Friedrich

Immerwahr

Clara Immerwahr, erste Doktorandin Breslaus und Chemikerin, erschießt sich im Alter von 44 Jahren aus Protest gegen den Missbrauch der Wissenschaft und gegen ihren Ehemann. Fritz Haber, Chemiker wie sie, koordinierte im Ersten Weltkrieg den ersten Giftgaseinsatz. Mit ihrem Selbstmord zieht sie die Konsequenz aus ihrer Verantwortung als Wissenschaftlerin. Die Autorin, an den Widersprüchen dieser historischen Figur interessiert, führt uns auf die Spur einer mutigen und willensstarken Frau, die letztlich an der Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts und dem herrschenden Frauenbild zerbricht: „Der wesentliche Wert der Frau liegt in ihrer Gebärfähigkeit und in ihrem hauswirtschaftlichen Nutzen.“
Mit einem Kunstgriff schafft die Autorin den Sprung ins Heute. Sie fügt die Figur Carla ein, eine moderne Frau, die bei ihrer Arbeit über die Chemikerin entdeckt, dass deren Fragen ihre eigenen sind. Beruf, Karriere und Familie, Liebe und Gleichberechtigung - wie ist das zu vereinbaren?
Das Stück zeigt den exemplarischen Lebensweg von Clara Immerwahr, einer Frau, die den Spagat zwischen Wissenschaft, Familie und gesellschaftlicher Erwartung scheinbar mühelos meistert und doch scheitert, da sie ihren Wertvorstellungen treu bleibt.

Pressestimmen
"Das ideen- und bilderreiche Stück ist eine fantastische Herausforderung für eine Schauspielerin."
Neue Presse

"Welch ein Leben. Und welch eine Vorlage für einen packenden Theaterabend über Liebe und Verzicht, Pflicht und Leidenschaft, fatalen wissenschaftlichen Ehrgeiz und falsch verstandene Vaterlandsliebe."
Coburger Tageblatt

Zum Seitenanfang