Feierabend

Feierabend, von Ursula Kohlert

Inhalt

Eine Flutkatastrophe in China, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, der Selbstmord eines Freundes – Eckpfeiler eines Feierabends, der keiner ist.

In raschem Wort und Themenwechsel entsteht ein quirliges Spiel, das keines ist – zu schmerzlich sind die Ereignisse, zu unberührt die Figuren. Die Szene ist unbewegt, die Figuren sich selbst und einander fremd durch eine diffus gespürte Veränderung.

Kohlerts Theaterstück funktioniert in permanenter Spannung jener Fremdheit. In einem Moment zwischen Hoffnungslosigkeit und dem Wunsch, die eigene Situation zu begreifen, vielleicht zu ändern, sind die Figuren eingefangen. Ihre distanzierten, kommentarhaften Ausdrücke laufen den Versuchen, die eigene Gefahr zu bannen, zuwider.

Das Gespräch am Abend, vielleicht ein Feierabend für immer, kann die Katastrophen nur am Rand beleuchten – zu groß ist die Lücke, die Frage nach dem wunden Punkt liegt offen.

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