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Presse - Wechselfieber von Jörg Menke-Peitzmeyer

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Der beste Spieler des Clubs wird vom Erzrivalen umworben. Da hilft nur eine Entführung, der Präsident und der Trainer halten dicht, doch dann kommt die Liebe dazwischen.

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Presse - Wechselfieber von Jörg Menke-Peitzmeyer

Steilvorlage und - Tooor – Rheinpfalz

04. Oktober 2011

Die Schauspielsaison im Großen Haus des Pfalztheaters Kaiserslautern beginnt mit der Fußball-Komödie "Der Betze brennt!" von Fabian R. Lovisa
In schöner Regelmäßigkeit nähern sich Kaiserslauterns Kulturschaffende dem "heiligen Pfälzer Berg", dem Betzenberg, an. Nicht alle Verrsuche, den Ball dabei ins künstlerische Tor zu bekommen, gelingen. Doch die Komödienproduktion "Der Betze brennt!", mit der die Schauspielsaison am Samstagabend im Großen Haus des Pfalztheaters eingeläutet wurde, punktet mit Spielwitz und einer Mannschaft in glänzender Spiellaune.
Was hat das Westpfälzer Publikum in Sachen Fußball und Kunst nicht schon alles erlebt: Das Fußballmusical "Im Stadion ist der Teufel los", das 1999, auf dem Betzenberg inszeniert, leider nicht den gewünschten Erfolg eines Crossovers von Fußball- und Kulturpublikum erzielte. Oder das Schauspiel "Die Helden von Bern" zum 50. Jahrestag des Sieges der deutschen Nationalkicker in Bern gegen Ungarn.
Auch Kaiserslauterns größtes Museum, die Pfalzgalerie, beschäftigt sich gern mal mit dem "runden Leder". Eine der ersten Ausstellungen bundesweit zu dem Thema hieß 1989 noch schlicht "Fußball und die Kunst". [...]
Dass es auf dem "Betze" derzeit tatsächlich brennt, bewies ganz aktuell die traurige Niederlage vom Vortag. Und auch in der Komödienproduktion kracht es mächtig im Vereinsgebälk. Ausgerechnet Dragan Popisola, liebevoll Popo genannt, will den Verein verlassen. Und ausgerechnet zum Erzrivalen Mainz '05 soll es für den serbischen Fußballsöldner gehen. Dass dies die Vereinsführung auf handfest-pfälzische Art verhindern will, liegt nahe: Beim Kidnappen des Stürmers geht dieser allerdings vermeindlich hops. Und für Trainer Wilkens und Vereinsboss Brinkötter beginnen Irrungen und Wirrungen.
Eine Leiche, möglichst viele Türen, durch die das Personal in raschem Wechsel auf- und abtreten kannm sowie noch mehr Telefone, die regelmäßig Terror machen: Das sind die Erfolgsgaranten auch dieses 2010 in Koblenz uraufgeführten Stückes, das in einer auf Kaiserslautern zugeschnittenen Neufassung am Pfälzer Musentempel zu sehen ist. Regisseur Thomas Krauß, Schauspieldirektor am Haus, nutzt die Steilvorlagen meist konsequent aus. Allein in der zweiten Halbzeit hätte seine Mannschaft mehr Druck machen können.
Spielführer sind dabei eindeutig Henning Kohne als Vereinspräsident und Dominique Bals als Trainer. Letzterer sieht im Dreitagebart und Stoppelhaar sogar dem aktuellen Coach Marco Kurz recht ähnlich. Und doch ist es vor allem der komödiantische Mutwillen, mit dem nicht nur diese Doppelspitze, sondern auch die "Hintermannschaft" punktet. Die tapfere Antje Weiser etwa als zickige Präsidentengattin, die trotz hörbarer Heiserkeit ihrer Figur bis zum Schluss köstliches Profil verleiht. Oder Reinhard Karow als Taxifahrer, der zunehmend Spaß am Trubel in der Präsidentenvilla findet. Auch "Kollege" Markus Kloster als RHEINPFALZ-Journalist Stahnke ist eine herrliche Type - so war wie das Klischee, das bekanntlich von der Realität nicht selten überholt wird.
Zusammen mit den vielen lokalen Spitzen im Stück also ein unterhaltsamer Theaterspaß und nicht nur für Kulturfreunde empfehlenswert."

Turbulente Komödie über die wahren Hintergründe von König Fußball – INSIDER online

02. Oktober 2011

Zur Inszenierung des Stückes am Pfalztheater Kaiserslautern, 01.10.2011
Von Petra Rödler

Den schlechtesten Saisonstart aller Zeiten legte der 1. FCK mit seiner Niederlage tags zuvor gegen den VfB Stuttgart hin. Mit einem brillanten Start konterte das Schauspiel-Ensemble des Pfalztheaters am Samstagabend. Premiere hatte das Stück „Der Betze brennt" und im Gegensatz zum wahren Fußballleben gab es hier richtig viel zum Lachen. Für das Pfalztheater Kaiserslautern hat Autor Jörg Menke-Peitzmeyer das Stück auf die Lauterer Verhältnisse und den 1. FCK umgeschrieben!
Manfred Brinkötter, Präsident des 1. FCK (Henning Kohne) und Tom Wilkens, Trainer des 1. FCK (Dominique Bals) haben ein Problem: Ihr bester Spieler Dragan Popisola (Markus Penne) will zum Erzrivalen Mainz 05 wechseln. Geld für ein besseres Angebot, um den Spieler zu halten, hat der Verein nicht. Also beschließen beide, den Fußballprofis zu kidnappen, damit er am nächsten Tag den Vertrag in Mainz nicht unterschreiben kann. Doch anstatt den Kofferraumdecke des Autos zwecks Luftzufuhr geöffnet zu lassen, ist er geschlossen und der Fußballprofi nur noch eine vermeintliche Leiche, die in der Präsidentenvilla irgendwie vor allerlei Anwohnern und Besuchern verborgen werden muss. Da ist die Präsidentengattin (Antje Weiser), die ein Verhältnis mit dem Trainer hat, die Präsidententochter und ehemalige Weinprinzessin (Elif Esmen), die sich schon als wohlhabende und berühmte Spielerfrau sieht sowie der Spielervermittler Niksa Eterovic (Jan Henning Kraus), der verzweifelt seinen Schützling sucht. Dazu kommen der Journalist Stahnke (Markus Kloster), der eine „Story" wittert und der Taxifahrer Gottschlich (Reinhard Karow), der kurzerhand zum Spielervater ernannt wird und als jahrzehntelanger FCK-Fan zunehmend Gefallen an der Fußballscheinwelt findet....
Das Stück hat alles, was zu einer guten Boulevardkomödie gehört. Tür auf, Tür zu, Leiche von A nach B und vor allem ein tolles Ensemble, das mit viel Spielfreude und Elan das Thema Fußball von allen Seiten beleuchtet. Da haben nicht nur Kulturfreunde sondern auch Fußballfans jede Menge Spaß und Unterhaltung. Am kommenden Mittwoch werden sich FCK-Trainer Marco Kurz sowie die Spieler Martin Amedick, Leon Jessen, Mathias Abel und Oliver Kirch die Komödie ansehen. Zu diesem Heimspiel bietet das Pfalztheater Kaiserslautern eine spontane Fan-Ermäßigung: Alle FCK-Dauerkarteninhaber erhalten für diese Aufführung am Mittwoch an der Theaterkasse zwei Eintrittskarten zum Preis von einer.

"Der Betze brennt" – SWR 4

30. September 2011

Schriftfassung zum Beitrag zu "Der Betze brennt!" von Jörg Menke-Peitzmeyer, Pfalztheater Kaiserslautern

Von Frank Krones


O-Ton:
Pass doch auf, Mensch! - Seit wann duzen wir uns eigentlich? - Seit wir unseren besten Spieler kidnappen!

Tja, so was schweißt zusammen. FCK-Präsident Manfred Brinkötter und Trainer Tom Wilkens legen im wahrsten Sinne des Wortes gemeinsam Hand an, um für ihren Verein die Katastrophe zu verhindern: den Wechsel des besten Kickers der Roten Teufel zum Erzrivalen Mainz. Und deshalb wird Dragan Popisola, kurz „Popo" genannt, außer Gefecht gesetzt und im Kofferraum in die Clubpräsidenten-Villa geschleppt. Das Problem: Der Starspieler gibt kein Lebenszeichen mehr von sich, aber auch da wissen FCK-Trainer und Präsident Rat: Das schieben wir alles den 05ern in die Fußballschuhe und das Pfälzer Fußballherz schlägt schnell wieder höher.

O-Ton:
Dann ziehen wir denen sämtliche Punkte ab! Die reichen wir durch bis in die Kreisklasse! - Ihr seid nur ein Karnevalsverein, Karnevalsverein, Karnevalsverein...Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht, denn ein hartnäckiger, schmieriger serbischer Spielervermittler, ein Taxifahrer und die untreue Präsidentengattin sorgen für viel Verwirrung, aberwitzige Szenen und schnelle Aktionen. „Der Betze brennt!" hat alles, was eine Boulevardkomödie so braucht: Große Gesten, derbe Komik und vor allem: Tempo. Eine Parallele zum Fußball, sagt Dominique Bals, der den FCK-Trainer Tom Wilkens verkörpert: „Generell Komödie, weil es sehr, sehr schnell geht, hat immer ein sehr hohes Energielevel. Das ist dann durchweg immer recht anstrengend und mit einem Spiel von 90 Minuten durchaus zu vergleichen."
Trainer und Starkicker Popo stecken übrigens in echten FCK-Trikots - der Verein hat gerne ausgeholfen und Clubchef Stefan Kuntz hat auch schon zugesagt, sich die Komödie im Pfalztheater einmal anzusehen. Bleibt nur zu hoffen, dass er sich den Präsidenten im Stück, Manfred Brinkötter, nicht zum Vorbild nimmt. Der feiste Anzugträger wird dargestellt von Henning Kohne: „Er lügt die ganze Zeit und da muss man unheimlich aufpassen - das macht Spaß. Eine Lüge muss mit der nächsten Lüge gleich verbessert werden und man muss die Übersicht behalten, wem man welche Lüge erzählt hat. Das ist der Witz."
Es sei vorweg genommen: Starspieler Popo bleibt am Betze. Aber trotz aller Mühe sind es weder Trainer noch der Präsident, die ihn halten können, sondern die Tochter des Clubchefs.

O-Ton:
Natalie! Ich bleibe Rote Teufel!


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