Tintenaugen von Arlette Namiand

Tintenaugen

Tintenaugen von Arlette Namiand

Tintenaugen

Zwei Schwestern, Nina und Mathilde, sind aufeinander angewiesen, da Mathilda blind ist und sich von Nina die Welt beschreiben läßt. Doch was wählt Nina aus, was findet Eingang in ihre Sprache und wie kommt es bei Mathilda an, die alles nur als Narrativ hört und sich ein eigenes Bild davon macht. Der Schulhof vor dem Fenster und die Spiele der Kinder sind der Zugang zur Wirklichkeit. Als eines Tages ein Junge vom Schulhof bei den Schwestern im Zimmer steht, wird der Blinden klar, dass ihre Schwester viel erfunden und einiges dazugedichtet hat und es kommt zur Eskalation.

In der Beziehung der Schwestern geht es um die Frage nach Wirklichkeit und Fiktion. Kann man glauben, was man nicht sieht? Kann man sehen, was man nicht glaubt? Kann man in einer von Bildern beherrschten Welt den Augen trauen? Das Stück variiert das Thema des blinden Sehers, es ist ein psychologisches Kammerspiel, das um Wirklichkeit und die medial vermittelte Wirklichkeit kreist.

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