Schwarz wie Tinte von Ruth de Gooijer

Schwarz wie Tinte

Schwarz wie Tinte von Ruth de Gooijer

Schwarz wie Tinte

Nach dem Buch von Wim Hofman

Zwei Schauspielerinnen spielen und erzählen das grausam-schöne Märchen von Schneewittchen:

Von der Frau, die sich nach einem Kind sehnt. Vom Spiegel, der nicht lügen kann. Von der Mutter, die ihr Kind töten will, mit einem Gürtel, einem Kamm, einem Apfel. Von den ekligen Zwergen. Aber beide erzählen auch aus ihrem eigenen Leben, wechseln die Rollen wie ihr Hemd und gehen der Frage nach, ob es wirklich sein kann, dass eine Mutter ihrer Tochter nach dem Leben trachtet.

„Jede Mutter ist manchmal eine Hexe“. Die Rollen werden neu verhandelt, die Frage nach Gut und Böse erneut gestellt. So wird das Stück anders erzählt, ironisch gebrochen und verliert doch nichts von seiner Spannung und Dramatik.

„Schwarz wie Tinte“ wurde mit dem Marburger Theaterpreis 2009 ausgezeichnet. Aus der Begründung der Jury:
„Durch das vielschichtige Spiel mit zahlreichen ironischen Brechungen und einer klar erzählten Geschichte erreichen sie nicht nur die Kinder ab acht, sondern begeistern auch alle anderen Altersgruppen bis ins hohe Greisenalter. Eine äußerst gelungene Inszenierung, durch die der allseits bekannte Märchenstoff modern, aktuell, höchst vergnüglich und dennoch nachdenklich stimmend präsentiert wurde.“

Presse
„Aus dem Gleichnis des Märchens wird eine aus jedem Kinderzimmer bekannte Charakterstudie.“ FAZ

„Die Darstellerin des Schneewittchen erzählt vom Kind, das sie einmal war und Strafen, die es bekam, die Darstellerin der Mutter von ihrem Konflikt mit dem Sohn, der sie am Ende ausrasten ließ. Man blickt tief in Seelen hinein, auf einmal voller Verständnis. Und ist eh man sich‘s versieht, wieder in der Geschichte vom Schneewittchen, auf die auch ein fremder Blick geworfen wird. Denn wie war das denn wirklich bei den Sieben Zwergen? Wo das Schneewittchen arbeiten musste und immer so allein war, dass es am Ende sehnsüchtige, verzweifelte Briefe schrieb, und die Mutter es wiederfinden und erneut zu ermorden versuchen konnte.“ Von Esther Slevogt

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