Money Matters

Money Matters, von Peter Scollin

Harry, Grace und Mechthild sind in der 5. Klasse der North London Primary School ein unschlagbares Team. Als Erwachsene treffen sie sich zufällig 20 Jahre später am Berliner Flughafen und lassen ihre Schulzeit aufleben. Wie auch ihre so unterschiedlichen Pausenbrote: Mechthild, von Deutschland nach England gezogen, bekommt nur ein karges Pausenbrot, Kartoffeln auf Toast, Harry freut sich dagegen jeden Tag über ein anderes seiner Lieblingsessen - allesamt teure Fast Food Menüs - und Grace findet ihre Pausenbox immer bis an den Rand gefüllt mit frischem Obst und Gemüse, das die Eltern im eigenen Garten anbauen. Mechthilds Neid auf den unbekümmerten und fröhlichen Harry, der sich mal eben den neuesten Sneaker via Smartphone kauft, während sie und ihre alleinerziehende und nur arbeitende Mutter jeden Penny umdrehen müssen, führt zu einem ernsten Streit. Dann steht eine Schulfahrt nach Deutschland an, auf die sich alle drei freuen. Doch Mechthild kann nicht teilnehmen, da ihre Mutter nicht genug verdient, während Harrys Mutter die Fahrt für ein Schnäppchen hält und mit Millionen um sich schmeißt. Grace hat die Idee, mit kleinen Jobs das Geld gemeinsam für Mechthild zu verdienen. Doch weil Hundeausführen, Straßenmusik und Gemüseverkaufen nicht genug einbringen, müssen sie sich etwas anderes überlegen. Und das führt zu jeder Menge Ärger…   

Peter Scollins Stück lädt unterhaltsam ein, sich kritisch mit der weltweiten ungerechten Verteilung des Reichtums auseinanderzusetzen. Es beschreibt einfühlsam und witzig Themen wie Armut, Migration und Reichtum. Dafür zeichnet Scollin Bilder und Situationen, in denen sich alle wiederfinden. Er zeigt, dass sie soziale Schere jeden etwas angeht, dass Kinder gemeinsam etwas bewirken und sogar Erwachsene zum Umdenken und Handeln überzeugen können.

Ein gesellschaftskritisches Stück mit Herz und Witz über Einkommens- und Chancenungleichheit, deren Auswirkungen auf das Leben der Kinder - und die Kraft der Freundschaft.

Für das Platypus Theater, Berlin, geschrieben. 

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