Mauersegler von Edzard Schoppmann

Mauersegler

Mauersegler von Edzard Schoppmann

Mauersegler

Ein Stück für junge Hunde

Fünf junge Hunde leben in Mauerland, ein Ort im Nirgendwo, trostlos, umgeben von hohen, grauen Wänden. Fünf Typen so unterschiedlich wie ihre Herkunftsländer – Russland, Türkei, Marokko, Deutschland. Für sie alle ist Mauerland Zuflucht und Gefängnis zugleich. Das verhasste Revier wird verteidigt und umkämpft bis aufs Blut – doch das wahre Leben scheint auf der anderen Seite stattzufinden.


Körper und Sprache dieser lebenshungrigen jungen Hunde folgen dem harten Rhythmus dieser kompromisslosen Welt. Revierkämpfe, Rudelordnungen, Freiheitsdrang. Die Sehnsucht richtet sich nach oben: auf die Mauersegler. Sie können sich frei bewegen, sie können fliegen.


Als die träumerische Laika keinen anderen Ausweg mehr sieht, als den Tod, erfahren die Einzelgänger, wie stark das Rudel sein kann, dass sie gemeinsam ihrer Situation etwas entgegensetzen können. Auch Dog, ein Fremder, der seit einiger Zeit im Revier herumstreicht, greift helfend ein und offenbart sein Geheimnis … Plötzlich scheint sich eine Perspektive zu eröffnen.


Edzard Schoppmann hat mit seinem neuen Stück „Mauersegler“ dem Leben auf der Straße, irgendwo zwischen Großstadtgetto und Vorort, ein starkes Bild gegeben: Jugendliche sind die jungen Hunde. Doch die Zeit zu spielen und herumzutollen ist längst vorbei – ein Stück über das Erwachsenwerden in der Fremde, über den brutalen Beat der Straße – über verletzliche Wünsche und Träume.

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