Idealwelten

Idealwelten, von Carmen Priego

Inhalt

Influencerinnen, It-Girls, Models: Zwei Frauen sprechen über ihre Luxuswelt der Schönen und Reichen, der so viele zugehören wollen. Es locken Glamour, Geld, Macht – und Sex. Beschrieben wird in starken Bildern das hemmungslose, dekadente Treiben auf einer Party der Oberschicht. Dieses Leben wird zum einzig wahren Ideal erhoben, an das sie sich immer verzweifelter klammern, um sich abzugrenzen vor der Gefahr durch Armut, der inneren Leere, der Austauschbarkeit. Dabei erheben sie die Diktatur des Geldes und der Schönheit zum herrschenden Ideal, das es um jeden Preis zu erhalten gilt. Denn jede Form der Hässlichkeit ist in dieser makellosen Welt ein Angriff, dem der Krieg erklärt werden muss – mit Geld für Diäten, Operationen, Botox, Sex.

Das Stück ist unterlegt mit Zitaten und der Musik aus den Songs der Band Ideal und zeigt damit die Zuspitzung einer Haltung, die es schon immer gab. Die reduzierte, poetische Sprache und die kunstvolle, rhythmische Form der einander abwechselnden Erzählebenen unterstreichen das Prinzip des Ästhetischen. Dieser Ausdrucksform liegt jedoch ein immer lauter werdender Schrei der Verzweiflung inne: nach wahrer Liebe, Nähe, Anerkennung, einem wirklichen Lebensinhalt. Die Forderung nach ihrer Idealwelt demaskiert sich dadurch selbst.

Ein poetisches wie kraftvolles Stück über eine Glamourwelt, die sich dem Diktat der Schönheit und des Geldes beugt und die vor der Lebensrealität wie eine Seifenblase zerplatzt.

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