I world

I world, von Knut Winkmann

Manchmal willst du einfach nur abtauchen. Flüchten. Komplett verschwinden. Es läuft für Jonas nicht gut im echten Leben. Nach einem Unfall fehlt ihm ein Auge, in der Schule ist er Außenseiter und seine Eltern verstehen ihn nicht. Als Konsequenz schottet er sich ab und baut sich ein virtuelles Utopia: In seiner Welt ist er furchtlos und stark. Hier nimmt er die Challenge an. Hier fühlt er sich wohl in seiner Haut. Hier wird jeder gebraucht, denn Skills sind gefragt. Aber wie kann es sein, dass sie nach jedem Abtauchen trotzdem immer wieder kommen: diese schwarzen Stunden und Game-Over-Momente?

Das Stück zeigt eine faszinierende Parallelwelt auf, in der alles möglich scheint, die Utopie gelebt werden kann und in der Lust zur Sucht wird, deren Übergänge fließend sind. Aus der Distanz und mit Empathie wird Jonas‘ Geschichte von seinem älteren Bruder erzählt und kommt daher ohne moralischen Zeigefinger aus. Durch den Kontrast und das Spannungsfeld von realer und virtueller Welt wird Jonas‘ Verzweiflung deutlich – wie auch die Hilflosigkeit der gesamten Familie.

Ein Klassenzimmerstück über Faszination und Gefahren von virtuellen Welten, dass zeigt, was passiert, wenn man aus der unbegrenzten virtuellen Welt auf den harten Boden der Realität prallt.  

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