Die Schokoladendramen von Philippe Blasband

Die Schokoladendramen

Die Schokoladendramen von Philippe Blasband

Die Schokoladendramen

Vollmilch, Nuß oder Zartbitter: Es gibt tausend verschiedene Schokoladensorten. Und so unterschiedlich wie die Schokoladen sind die Protagonistinnen und ihre Lebensgeschichten: die herbe Elodie, die zarte Mireille, und die klassisch-puristische Liliane. Alle drei begeben sich in die Hände der Therapeutin, um sich von ihrer Obsession, der Schokolade, zu befreien. Denn sie verbinden nicht Genuss und Lust mit der süßen Versuchung; für sie ist sie eine bitter-süße Heimsuchung.

 

In der Gruppentherapie sollen die drei Frauen ihr Leben erzählen, um den wahren Grund bzw. das auslösende Ereignis ihrer Besessenheit zu finden, um von der Droge Schokolade zur Nascherei zu finden – und damit zu sich selbst. Das ist für die Therapeutin alles andere als einfach, denn die drei Damen sind höchst uneinsichtig, aufsässig, stellen ihre Autorität in Frage und drehen schließlich den Spieß einfach um.

 

In dieser Gruppe kämpfen sie mit sich, ihrer Sucht und ihren Dämonen – sie erwarten bedingungslose Ehrlichkeit, auch von der Therapeutin. Das Stück taucht ein in die Welt der Schokoladenesserinnen, begleitet sie und nimmt teil an ihrem Schiksal. Die Schokolade wird so zum Sinnbild für eine verpasste Chance, ein zu enges Liebeskorsett oder ein unerfülltes Leben; doch erst durch diese Erkenntnis überwinden sie die Abhängigkeit.

 

Eine luftige Komödie über vier verschiedene Leben und die gleiche Manie: das Schokoladeessen – das zartbitter und zartschmelzend immer in falscher Süße daher kommt.

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