Die Europäische Hochzeit

Die Europäische Hochzeit, von Margareta Garpe

Inhalt

Ohne Schuhe keine Hochzeit: Sanne, professionelle Stylistin, heiratet. Die Brautschuhe sollten eine wichtige Rolle spielen, doch sie sind nicht da. Zur perfekten Inszenierung von Braut und Co fehlt kurz vor knapp allerdings noch mehr, nicht zuletzt der Bräutigam. Selbst die Location – ein Hotel auf den Kanaren – verbreitet mehr alte Pracht als Paradies. Sannes Vater Max, Hoteleigentümer und wieder Single, richtet die Hochzeit aus. Sein Wunsch nach mehr familiärem Zusammenhalt soll auf der Insel Wirklichkeit werden. Eine Idylle, mitten im Meer. So sein Plan. Als nach und nach die weltweit verstreuten Familienmitglieder einreffen, wird schnell klar, dass sie im Gepäck jede Menge Kofliktpotential mitbringen.

Im Hotel laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, während Braut und Brautvater die Hochzeitsgäste erwarten: Bräutigam Bob und seine erzkonservativen Eltern, von Texas nach Europa unterwegs, befinden sich noch in der Luft. Sannes ältere Schwester Maya, erfolgreiche Fotografin, trifft aus Mali ein. Sie trägt das gleiche Geheimnis wie Sanne mit sich herum; beide sind schwanger. Annie, die Mutter der beiden, kommt schlecht gelaunt aus Schweden an. Die Spielregeln ihres Ex passen ihr ganz und gar nicht, denn ihr neuer Lebenspartner und der gemeinsame Sohn Isaak wurden nicht eingeladen.

Wenige Stunden vor der großen Zeremonie werden Lebenskonzepte geplant, probiert und doch verworfen. Kind oder Karriere? Laisser faire oder Perfektion? Bible-Belt oder Patchwork? Schließlich muss Sannes pubertierender Halbbruder doch noch einfliegen um die Schuhe zu bringen. Es ist die Krönung der Krise.

Ein Stück über Familienbande in Zeiten der Globalisierung, des Job-Nomadentums und der Selbstinszenierung. Eine turbulente und bissige Komödie über Wünsche und Erwartungen an Ehe und Familie und deren Demontage. Die verschiedenesten Lebenskonzepte prallen aufeinander, sie werden schrill und laut verhandelt. Auf das alte Thema Liebe wirft die Autorin einen Blick, der alles andere als romantisch ist.

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