Die Akte Auguste D.

Die Akte Auguste D., von Konrad und Ulrike Maurer

Alzheimers erster Fall
Bühnenfassung Ulrike Hofmann

Inhalt

Frankfurt am Main, 1901. Die 51-jährige Auguste D. wird in die Anstalt für Irre und Epileptische eingewiesen. Sie leidet an einer unbekannten Krankheit, die durch Identitätsverlust, extreme Vergesslichkeit und Bewegungsdrang gekennzeichnet ist. Der damalige Assistenzarzt hält die Gespräche mit ihr schriftlich fest und ahnt nicht, dass diese Krankheit das Thema seines Lebens werden wird. Sein Name ist Alois Alzheimer.
Die Krankenakte war fast 100 Jahre vergessen und verschollen; als sie 1997 von Konrad Maurer wieder entdeckt wurde, war nicht mehr zu leugnen, dass 'Alzheimer' zu den großen Volkskrankheiten zählte, doch kaum jemand etwas darüber wußte. Dabei war sie bereits 1901 exakt beschrieben worden.
Die Autoren des Stücks, die Alzheimer-Forscher Konrad und Ulrike Maurer und die Regisseurin und Dramaturgin Ulrike Hofmann, entschieden sich, die Original-Dialoge in den Mittelpunkt des Stücks zu stellen. Sie sind ein authentisches Zeugnis der Krankheit, das in seiner Unmittelbarkeit bis heute berührt. Der Fall Auguste D. wird in authentischen und fiktiven Szenen aufgerollt, die Verwirrtheit Augustes, die Sorge des Ehemanns, die Fürsorge des Arztes und das Interesse des Forschers sind die verschiedenen Perspektiven, die ein exemplarisches Krankenschicksal zeigen und Einblick geben in die Methoden der Forscher des 19. Jahrhunderts. Außerdem wird der Blick auf die Person Alois Alzheimer gerichtet, die bisher im Verborgenen blieb.
Auch wenn 'Alzheimer’ zu einer Metapher für Angst und Schrecken geworden ist, zeigt das Stück Momente von Hoffnung und Zuversicht, nicht zuletzt durch den Forscher Alois Alzheimer, der in der Medizingeschichte eine bedeutende Rolle spielte und durch Menschlichkit und Humor überzeugte.


Pressestimmen
"Auguste D. ist für die Medizin eine Sensation, für die Bühne ein Gewinn. Die Gespräche sind ein seltener und unvergleichlicher Dialog, der durch die Aura des Authentischen berührt." züritipp

„Großes Theater und doch auch das, was so oder ähnlich in unserer Nachbarschaft von heute auf morgen Wirklichkeit werden kann.“ Zürichsee-Zeitung

"Die Akte Auguste D." erzählt den fulminanten ersten Auftritt der Krankheit in ihrer ersten Patientin, die ihren Namen nicht mehr schreiben konnte, wei sie vergaß, was sie schreiben wollte, und die sich mit den Worten "Ich habe mich sozusagen verloren" auf schöne und verwirrende Weise selbst definierte." Basler Zeitung

„Die Krankheit führt auch zu poetischen Bildern wie dem, als Auguste im Herbstlaub den Mond heruntergefallen sieht. Mag sich ihrerseits ein Angstzustand darin manifestieren, hat eine solche Äußerung für den Zuschauer zugleich einen verwirrenden poetischen Mehrwert. Grad so, wie das in „sphärische Gebilde“ sich auflösende Gehirn für den Wissenschaftler von eigentümlicher Eleganz sein kann.“ Basler Zeitung“

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Stück Details

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