Des Kaisers neue Kleider - Mottenzeit

Des Kaisers neue Kleider - Mottenzeit, von Sascha Löschner

Mode-Zar: Der Kaiser ist eitel, größenwahnsinnig und bankrott. Er beansprucht ähnlich Schneewittchens Stiefmutter der Schönste im Universum zu sein. Sein hungerndes Volk ist ihm egal, Hauptsache, er kann mit den Steuern neue und immer prächtigere Kleidung schneidern lassen. Seine Tochter beachtet er nicht, höchstens ihre Kleider, und seine Minister nimmt er nur als Befehlsnehmer wahr. Einzig auf Motten macht er noch selbst aktiv Jagd, bedrohen sie doch sein kostbarstes Gut. Die bodenständige Prinzessin, die das leidende Volk sieht und den blasierten Vater durchschaut, rebelliert: Sie freundet sich mit der letzten überlebenden Motte an. Diese wird schließlich gefangen und die einsame Prinzessin von der Schneekönigin verführt, in ihr herzloses Reich ohne Schmerz zu gehen. Als der König schließlich seine absurden Modeideen zwei armen Webern aufzwingt, retten sie die Prinzessin und ersinnen eine List, um dem König eine Lektion zu erteilen.

Löschners Bearbeitung voller Sprachwitz des Märchenklassikers nach Andersen, zeigt den Kaiser als tyrannisches, trotziges wie dummes Kind. Er wie auch der Minister entscheiden sich, vor die Wahl „Schein oder Sein“ gestellt, dafür, den Schein zu wahren. Erst durch die Wahrheit aus Kindermund erkennt der Kaiser seine Fehler, findet zu sich selbst und seinem Volk zurück – und sieht sich als Vater. Die Prinzessin, die sich nach Liebe und Anerkennung sehnt, wird durch die Liebe einer der Weber erlöst und findet endlich die respektvolle Beachtung ihres Vaters.  

Das Stück zeigt, dass Erwachsene sich trotzig und bockig benehmen wie Kinder, und führt vor Augen, dass Verantwortung, Respekt und Liebe viel wichtiger sind als der schöne Schein. 

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