Das Theater der unerhörten Dinge

Das Theater der unerhörten Dinge von Roland Albrecht

Das Theater der unerhörten Dinge von Roland Albrecht

Das Theater der unerhörten Dinge

Eine Hausbegehung

Was erzählen uns Dinge, mit denen wir uns umgeben, über uns selbst? In den Dingen des Lebens, den Alltagsgegenständen und den besonderen, zu einem speziellen Zweck geschaffenen Dingen steckt das Wissen der Welt. So wird jeder Gegenstand zu einer Geschichts- und Geschichtenquelle, die es zu entdecken gilt. Für den Stückauftrag des Theater Vorpommern wurden die in den hundertjährigen Räumen schlummernden Dinge geweckt, deren Geschichten uns erschauern lassen und verblüffen, verlocken, erheitern und uns den Sehnsuchtsraum Theater mit anderen Augen sehen lassen. Eine Hausbegehung der besonderen Art, die an jedem Theater möglich ist:

Die Begehung findet im leeren Haus statt, nach den üblichen Vorstellungen. Ganz wie auf der Bühne bleibt hier Reales und Fiktives miteinander verwoben. Von der Unterbühne bis zum Schnürboden findet Roland Albrecht erstaunliche, ernste oder gruselige Texte zu Requisiten und Personen, Erklärungen zu Theaterbegriffen wie Rampensau oder dem Schnürboden und neue Orte wie das geheimnisvolle Archiv der Wünsche oder das mystische Zimmer der Sehnsucht – inklusive romantischen Nebels.

In seinem Stück wird das Theater als Ort der Kriminalisten, Forscher, Handwerker und Archivare gezeigt, welche die vielfältigen Sehnsüchte, Träume und Wünsche ihrer Kundschaft herstellen, instandsetzen und archivieren: In der Maske, der Schuhmacherei, am Schnürboden, in der Kantine und auf der Unterbühne schlummern unerhörte Dinge, deren Geschichten Albrecht notiert. Sie erstaunen, verblüffen, gruseln und verlocken uns. Auf jeden Fall eröffnen sie eine andere Perspektive – und befreien unseren Blick.

Zum Seitenanfang