Camp Comedy von Roy Kift

Camp Comedy

Camp Comedy von Roy Kift

Camp Comedy

Theresienstadt 1944: Kurt Gerron, berühmter Schauspieler aus dem Film „Der blaue Engel“ und Regisseur erfolgreicher Filme wie „Die Drei von der Tankstelle“, wurde in das Konzentrationslager deportiert. Zusammen mit anderen bekannten Lagerinsassen gründet er das Kabarett „Karussell“ und trotzt damit dem Albtraum und der drohenden Ermordung.

Dann wird er von der SS gezwungen einen Propagandafilm – getarnt als Dokumentarfilm – über das Lager zu drehen. Er inszeniert den Film und klammert sich an die Hoffnung, sich selbst sowie viele andere durch das Filmprojekt retten zu können.

Ausgehend von der historischen Figur Kurt Gerron und seiner Kabarettgruppe „Karussell“ zeigt das Stück durch die eingearbeiteten Dokumente – Lieder und Sketche, die tatsächlich von der Gruppe im KZ Theresienstadt aufgeführt wurden – die Absurdität und die darin innewohnende Grausamkeit des Lagerlebens auf.

Eine Komödie aus den Lagern, darf man das? Der englische Autor Roy Kift, der die Engländer, die Deutschen und die Lager von außen kennt, beantwortet die Frage mit einem klaren Ja. Ria Blaier übersetzt haargenau.

Die kabarettistischen Originaldokumente heben das Surreale und Absurde der grausamen Lebenssituation hervor, eine Haltung die nur von den Insassen vor Ort eingenommen werden konnte. In ihren Fragen zu Überleben, Moral, aber auch der Kollaboration im Lager lernen wir sie kennen und verlieren unsere historische Distanz.

“Should we laugh in the face of tragedy? Is such a reaction suitable and do we have the strength to do so? Roy Kift's drama demonstrates that there is a place for laughter even in the midst of terrible catastrophes. This production feels like a heartbreaking hysterical torture. It is based on an endless tension between tragedy and lunacy: laughter and hysterical tears.“ Teatr dla Was, Polen

Das Stück erhielt 2013 den Publikumspreis beim 24. internationalen Theater Festival „Without Borders“ in der geteilten Stadt - dem polnischen wie tschechischen - Cieszyn.

 

KURT:  Einen Augenblick, einen Augenblick. Wie steht es mit den Schauspielern?
RAHM: Die Besten des Lagers, Herr Gerron. Alle vierzig Tausend. Oder glauben Sie etwa, ich solle Leute von außen holen? Der Film soll doch authentisch sein.

 

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