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Soldatenkönig als verzweifelter Vater – Weser Report

Zum Stück: Der Weibling
05. Februar 2001

Zur Uraufführung von "Der Weibling" im Schnürschuh Theater Bremen am 2.2.2001

„In seinem Stück vereinigt Uwe Seidel eine Reihe von Szenen, die das unmenschliche Regiment des Soldatenkönigs in seiner Familie veranschaulichen. Wer das ärmliche Essen kritisiert, landet mit dem Kopf im Kartoffelbrei, mit Schlägen ahndet der Vater die freigeistigen Ideen des Thronfolgers. Dabei vermeidet Seidel eine zu einseitige Darstellung, das Stück zeigt den Soldatenkönig auch als verzweifelten Vater, der seinen Sohn einfach nicht versteht.“


„Ein Blick durchs Schlüsselloch in die Familienzelle der preußischen Monarchie.

 

Friedrich II als wundervolle Puppe - UA in Potsdam – Potsdamer Neuste Nachrichten

Zum Stück: Totengespräch zwischen Madame de Pompadour und der Jungfrau Maria
30. Januar 2001

"Totengespräch zwischen Madame de Pompadour und der Jungfrau Maria"
von von Friedrich II., König von Preußen
aus dem Französischen von Gerhard Knoll


Zur Uraufführung im Hans-Otto-Theater Potsdam, 28.01.2001

Potsdamer Neuste Nachrichten, 30.01.2001
"Nicht im Astralleib kommt Friedrich auf die Bühne, sondern als wundervolle Puppe, die Thomas Klemm entworfen und gebaut hat."

"Die Zuschauer sind begeistert, wenn Peter Lutz und Pierre Schäfer den alten Herrn in seinen hohen Lederstiefeln gestikulierend sich drehen und wenden lassen."

"...und gerade dieses Genre des Körperlichen, der bewegten Aktion, tritt hier mit der Kunstform des geistreichen Gesprächs in eine glückliche Union."

"Der friderizianische Disput [ ...] wird in Menzels Inszenierung vor allem zu einem schönen Augenspaß. Es sind die kleinen Gesten, das Spiel mit der Ver- und scheinbaren Enthüllung der Körper, die diesem Aufeinandertreffen der himmlischen Streiterinnen Pfiff verleihen."

"Dieser zweite preußische Abend an diesem Wochenende ist herrlich verspielt und - hier sei aufs Klischee gepfiffen - französisch leicht."






 

"Hatten seine Majestät denn jemals Sex?" – Berliner Morgenpost

Zum Stück: Totengespräch zwischen Madame de Pompadour und der Jungfrau Maria
30. Januar 2001

Zur Uraufführung am Hans-Otto-Theater in Potsdam


"Hatten seine Majestät denn jemals Sex?"

"Friedrich II. teilte die Religionskritik der Aufklärung. Gerhard Knoll hat eine besonders scharfe, bislang unterdrückte Schrift von ihm publiziert, die neben dem Freigeist auch den Frauenverächter zeigt."

"Am Ende siegt der Zynismus der Aufklärung: beide verschwistern sich als Huren."

"Aus der Improvisation erarbeitet, entwickelt das Quartett einen temporeichen Spielwitz."

"Galant schwingt Katrin Schwingel als königliche Mätresse die böse Zunge wie ein Florett. Herrlich scheinheilig frömmelt Diana Dengler als Maria."

 


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