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Bud will hoch hinaus – Westfälische Nachrichten

10. Januar 2012

Zur Premiere des Theaters Scintilla, Münster, 14. 12. 2008

Westfälische Nachrichten, 10.12.2008

Bud will hoch hinaus
Theater Scintilla stellt ab Sonntag in der Meerwiese den „Spaceman" vor
Münster. „Wer in den Weltraum 'fliegt, weiß nie, ob er zurückkommt oder nicht. Eine Reise in den Weltraum ist eine Reise in das Unbekannte." Der „Spaceman" ist die witzigste Physikstunde der Schulhistorie. Denn bei dem durchgeknallten Professor Blastow wird die langweilige Tafel zur zweiten Bühne. Bart Hogenboom vom Theater Scintilla erzählt die Geschichte von Mark Down und Nick Barnes ab Sonntag in der Meerwiese.
Professor Blastow erklärt das, Universum anhand der Geschichte von Bud. Bud, der sich, seit er denken kann, für Sterne, Planeten und das Weltall interessiert, hat nur ein Ziel: Er will Astronaut werden; ein echter „Spaceman". Eines Tages nimmt er durch Opas alten Fernsehapparat tatsächlich Kontakt zu einem Außerirdischen auf, der ihn um Hilfe bittet. Also macht Bud sich auf den unvorstellbar weiten Weg ins All. Keiner glaubt an ihn, doch durch seine Beharrlichkeit gelingt es Bud tatsächlich, sein Ziel zu erreichen.
Während Professor Blastow die Geschichte von Bud erzählt und nachspielt, erklärt er die Atmosphäre, Stratosphäre, den Urknall und den Kosmos. Auf witzigste und unterhaltsame Weise wir+ den' Zuschauern Wissen vermittelt, das sonst eher in einer trockenen Physikstunde gelernt wird. Gemeinsam mit Bud erleben die Kinder, das Wissenschaft nicht nur spannend und aufregend seil kann, sondern auch noch ungeheuren Spaß macht. Sie erfahren, dass Bud seine Überzeugungen durch Beharrlichkeit, Willenskraft und Durchsetzungsvermögen in Taten umsetzen kann und so seine Träume verwirklicht.
Der englische Humor und die feine Ironie passen hervorragend zum Spielstil und Tradition des Theaters Scintilla, heißt es in einer Pressemitteilung. Aufs Neue kann der Schauspieler Bart Hogenboom seine komödiantischer Qualitäten ausspielen und trotzdem eine ernsthafte Geschichte erzählen; mit viel Musik.

 

Der Urknall fällt aus – Münsterische Zeitung

05. Januar 2012

Zur Premiere des Theaters Scintilla, Münster, 14. 12. 2008

Münsterische Zeitung, 5. 12. 2008


Der Urknall fällt aus.Spaceman“: Theater Scintilla erforscht die Geheimnisse des Alls.
MÜNSTER. Ein kleiner Schritt für Bart Hogenboom, ein großer für die Menschheit. Abenteuerlustig zieht der Schauspieler einen weißen Raumanzug an und steigt in sein Raumschiff.
Diese Rakete besteht aus alten Computerfestplatten: und steht in der Hermannschule am Dahlweg. Dort probt Hogenbooms Theater Scintilla zurzeit das Stück „Spaceman". Weltraumbegeisterte Kinder werden danach keine offenen Fragen mehr haben.
In dem witzigen Schauspiel der Engländer Mark Down und Nick Barnes schlüpft: Bart Hogenboom in zwei Rollen: Er ist der ukrainische Astrophysiker Professor Blastow, 'der den Zuschauern eine Vorlesung hält. Und er ist der kleine Bud. Der Junge hat an Großvaters Fernseher rumgeschraubt und dabei einen Hilferuf von Außerirdischen empfangen. Aber keiner will ihm glauben. Doch Bud findet einen Weg ins All.
Regisseurin Annette Michels hat sich bei ihrer Arbeit mit Experten in Verbindung gesetzt und die wissenschaftlichen Hintergründe ganz genau recherchiert - präziser sogar als die Theaterautoren selbst. „Einen Urknall hat es gar nicht gegeben", behauptet sie. „Da hat nichts geknallt, im All konnten sich keine Schallwellen ausbreiten:" Der vermeintliche Urknall sei auch nicht der Anfang unseres Universums, weil niemand sagen könne, ob nicht doch etwas anderes davor war.
Damit das sechsjährige Publikum solche philosophischen Erwägungen versteht, hat Tina Toeberg ein äußerst anschauliches Bühnenbild gebaut. Galileo Galilei wäre allerdings entsetzt: Die Erde
ist hier eine Scheibe! Genauer gesagt eine kleine CD, die an einem Faden in den unendlichen Weiten des Schulzimmers baumelt. Auch Opas
extraterrestrischer Fernseher steht schon da. Er ist holzverkleidet und sieht aus wie von 1957. Auf der Mattscheibe werden Videos von Jan-Christoph und Jutta Tonigs flimmern und die Odyssee im Weltall illustrieren.
Starten wird die Rakete ab 14. Dezember in der Theaterreihe „Winterpunsch" im Begegnungszentrum Meerwiese. Schulklassen und kleine Captain Kirks sind herzlich eingeladen.

 

Durch Wunsch und Willen wird Junge zum "Spaceman" – Volksstimme.de – Magdeburg

30. Januar 2010

Richard Barborka geht mit Solostück in Schulklassen / Gestern war Premiere in der GS Am Westernplan in Magedeburg
Von Birgit Ahlert

Theater in der Schulklasse: Zwischen Schultafel, Requisitenkoffer und Schulklasse entspinnt Richard Barborka die Geschichte eines Jungen, der Großes erreicht – getrieben von seiner Fantasie, seinem Fleiß und seiner Neugier.


Das Puppentheater geht wieder in Grundschul-Klassenzimmer : Diesmal macht Professor Blastow die Tafel zur Bühne und erklärt mit Kreide und Flachfiguren Urknall und Kosmos. Doch vor allem erzählt er von Bud, einem ganz normalen Jungen, der durch Wunsch und Willen zu einem "Spaceman" wird. Gestern war Premiere vor Drittklässlern.

Buckau / Stadtfeld. Bumm, bumm, bumm. Die Mädchen und Jungen der Klassen 3 a + b der Grundschule Am Westernplan schauen sich gegenseitig an. Was soll das ? Bumm, bumm, bumm. Dann springt ein Mädchen auf, öffnet die Tür. Vollbeladen und etwas hektisch stürmt er herein, der Mann, der sich als Professor Blastow vorstellt und die Anwesenden wie Fachleute begrüßt. " Ich habe Ihren Beitrag über Atomphysik gelesen, Herr Professor …", sagt er zu einem Knirps in der ersten Reihe. Die Kinder lachen. Schon komisch, was der da macht, der Typ mit dem weißen Kittel, der so tut, als wär’ er ein ganz schlauer.

Dann erzählt er die Geschichte vom Jungen Bud, der ein Spaceman wird, und gleichzeitig die Geschichte der Erde, dem Urknall und der Suche nach außerirdischem Leben. Dabei behilflich sind Bettina, Rüdiger und Klaus – drei Stück Kreide, blau, grün und weiß, die an der Schultafel Bilder entstehen lassen. Die Erde, Sphären, fremde Planeten.

Immer wieder werden auch die Kinder ins Spiel mit einbezogen. Nicht selten so, wie man es nicht vermutet. " Wer weiß, wo das Weltall ist ?" Die Finger der Kinder schnellen nach oben. Verschmitzt antwortet " Professor " Barborka : " Genau, da oben ". Da lachen nicht nur die Kinder. Die sind ein aufmerksames Publikum, nicht unkritisch : Als es um Moleküle und Proteine geht, sagt der Professor : " Wir alle sind aus Sternenstaub. " " Schon klar ", klingt’s da voller Ironie von einem Jungen aus der Klasse.
Am Ende glauben die Kinder, dass dieser Professor alles weiß über das Weltall und die Erde, den Mond und überhaupt : Sie stellen ihm Fragen, über deren Fachkunde man nur staunen kann.

Da staunt auch Gislinde Baeckler, Klassenleiterin der 3 b. " Am Anfang hatten wir ein bisschen unsere Zweifel, ob das Thema nicht zu komplex ist für Drittklässler ", erzählt sie. Die Bedenken waren schnell verschwunden. An der gespannten Atmosphäre hat man gemerkt, wie aufmerksam und intensiv die Kinder beim Spiel dabei waren. Einige wussten auch gut Bescheid. Eine Klasse war bereits im Planetarium, die zweite geht demnächst. Da passt das Thema gut. Das Stück ist hervorragend umgesetzt, lobt die Lehrerin. " Auch die Idee mit dem Koffer – sehr originell. " Beeindruckend sei, mit welch einfachen Mitteln dieses Stück aufgeführt wird, sich der Spieler einbezieht in das Gesamtbild – " einfach toll gemacht und für Kinder gut nachvollziehbar ".
Die Koffer-Idee war seine, erzählt Richard Barborka und begründet : " Er kann Spielort ebenso sein wie Aufbewahrung für die Pop-Ups ", die Bilder und Figuren, mit denen sein Professor Welt und All entstehen lässt. Auch Konzept und Ausstattung waren Richards Aufgaben. Regisseur Tim Sandweg und Frank Bernhardt, künstlerischer Leiter des Puppentheaters, standen ihm dabei zur Seite. Ebenso gestern bei der Premiere – daumendrückend – in der Grundschule saßen schweigend im Hintergrund und freuten sich über das Gelingen der Aufführung.

Nach seinem Abitur hatte sich der 19-Jährige für das Freiwillige Soziale Jahr entschieden, um " etwas für die Zukunft auszuprobieren ", sagt er. Das kann er im Puppentheater. Dort angenommen zu werden, ist nicht einfach. Man habe fast gesucht, ist von Bernhardt zu erfahren, denn ein FSJler an diesem Haus muss " Talent und Leidenschaft fürs Theater mitbringen ", begründet er. Die hat Richard, und zudem Spielerfahrung : Im Hegelgymnasium gehörte er zur Theatergruppe " Durchschnitt ", außerdem war er zweimal bei " La notte " -Aufführungen dabei. " Ein Talent !", fasst Frank Bernhardt zusammen. Und obwohl das Jahr noch nicht zu Ende ist, steht für Richard bereits fest : Er will das Puppenspiel studieren, an der Hochschule in Berlin.
Den Professor hat er bereits überzeugend gegeben und vielleicht übernimmt das eine oder andere begeisterte Zuschauer-Kind ja auch den Schlusssatz für sich : " Seid fleißig, bleibt neugierig und hört nie auf zu träumen. " Denn Fantasie macht alles möglich.