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Presse - Ritter Odilo und der strenge Herr Winter von Mareike Zimmermann

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Ritter Odilo und der strenge Herr Winter
Ritter Odilo und der strenge Herr Winter
Ritter Odilo langweilt sich im Winter, sein Freund Kumpel ist erkältet, beim Drachen antwortet die Mailbox und Prinzessinnen bleiben zu Hause, welches Abenteuer kann er bestehen?

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Presseartikel nach Stücke

Presse - Ritter Odilo und der strenge Herr Winter von Mareike Zimmermann

Spannend, was da in der Aula Schule macht – Nordkurier am Wochenende

25. November 2017

Von Heike Sommer

Ob Schüler mit einer Oper zu begeistern sind? Das Theater Neustrelitz wollte es nun mal wissen und inszenierte ein Singspiel fürs Klassenzimmer, das jetzt Premiere in Blankensee hatte.

BLANKENSEE. Alles nimmt seinen Anfang mit einem riesigen Kühlschrank, der in die Aula der Schule in Blankensee geschoben wird. Beginnt so eine Oper? Diese schon. Schließlich handelt es sich um eine Klassenzimmer-Oper. Für die Darsteller, den Musiker und den Regisseur ist die Aufführung am Freitagvormittag eine Premiere.

Bisher war das Landestheater mit Sprechtheater-Stücken in die Schulen gegangen. Nun wollte man es auch mal mit Musik versuchen, wie Theater- Sprecherin Wenke Dreffin erklärt. Auf der Suche nach einem geeigneten Stück fiel die Wahl auf Mareike Zimmermanns Kinderoper „Ritter Odilo und der strenge Herr Winter“. Dass die Premiere in Blankensee stattfand, hat vor allem mit einer Theater begeisterten Lehrerschaft zu tun. Regelmäßig holt sich die Schule Theatergruppen ins Haus. „Und wir sind auch oft zu Besuch im Neustrelitzer Theater“, sagt Petra Klinger, die für die Schule den Kontakt zu den Künstlern herstellt. Die dritten und vierten Klassen sitzen diesmal als Premierenpublikum in der Aula. Die Mädchen und Jungen haben sich im Unterricht auf die Vorführung vorbereitet. „Wir haben gemeinsam die Stückzusammenfassung gelesen. Die Schülerinnen und Schüler sollten sich einen Schluss für die Handlung ausdenken“, sagt Lehrerin Heike Winterberg, Klassenlehrerin einer 4. Klasse. Um so gespannter verfolgten die Mädchen und Jungen, was Sebastian Naglatzki und Tara Daphne Bethke sowie der Musiker Daniel Stratievsky auf die Bühne brachten. Zunächst einmal besagten Kühlschrank. Im Verlauf der Handlung entpuppt sich das Küchenger.t mal als Requisit und mal als ideale Kulisse für die Abenteuer des Ritter Odilo. Und selbstverständlich kommt die Musik nicht zu kurz dabei. Sebastian Naglatzki als Odilo zieht die Kinder mit seiner Spielfreude und seinem Gesang in den Bann. Begeistert lernen sie mit ihm ein Lied, das immer wieder im Verlauf der Aufführung erschallt. Mit viel Beifall belohnt das junge Publikum die Kinderoper und lässt sich nicht zweimal bitten, Odilos Lied ein letztes Mal zu singen. Elina und Karl aus der 4. Klasse waren von diesem Freitagvormittag in der Schulaula begeistert. Karl war noch nie in einer Oper. Der Gesang hat ihm gefallen, noch mehr jedoch die Kampfszene zwischen Ritter Odilo und dem strengen Herrn Winter. Elina und Karl gehören zu jenen Kindern, die sich im Vorfeld einen Schluss für das Stück ausgedacht hatten. „Wir lagen nicht richtig. Aber dieser Schluss ist auch in Ordnung“, sagt Elina. Die mobile Theaterproduktion geht jetzt auf Tour durch Schulen und Kindergärten. Das 50-minütige Stück eignet sich für Kinder ab sechs Jahren.

Sein Pferd hat Schnupfen – Augsburger Allgemeine

24. September 2016

Theater Augsburg spielt "Ritter Odilo" - von Gerlinde Knoller

Sie kamen mit einer riesigen blauen Kiste ins Klassenzimmer. In die Konditorei Wichtl hätten sie ausliefern sollen. Aber da waren sie in der Grundschule St. Anna offensichtlich falsch. Absolut richtig lag das Theater Augsburg mit seiner neuen mobilen Produktion „Ritter Odilo und der strenge Herr Winter“, die gestern Premiere hatte. Es ist ein vergnügliches wie auch tiefsinniges Stück, nach dem Bilderbuch von Mareike Zimmermann und der bezaubernden Musik aus Henry Purcells „König Arthur“. Es kommt mit nur zwei Spielern aus: mit Georg Festl als Ritter Odilo mit einer wunderbaren Stimme, und mit Michael Wagner als sein (Klavier)begleiter.

Die Magie in diesem Stück entwickelt sich spielerisch. Die Handwerker Georg und Michael beschließen, in ihrer Pause ein Lied von einem echten Ritter zu singen. Georg verwandelt sich zu Ritter Odilo, sein Käppi wird zum Helm, der Meterstab zum Schwert und hinein geht’s ins Abenteuer! Oder? Der Drache fällt als Gegner aus, seine Mobilbox meldet, dass er gerade im Winterschlaf ist. Die Eroberung einer Prinzessin fällt flach, weil sie sich ziert, bei der Kälte einen Fuß vor die Tür zu setzen, geschweige denn mit dem Ritter zu tanzen. Und des Ritters Pferd hat Schnupfen. Schuld an allem ist „der strenge Herr Winter“, ein mit Norwegermütze, Wollschal und Schneesonnenbrille ausgestatteter ungemütlicher Geselle.

Dank der durchaus anspruchsvollen Musik, auch eine kleine Arie wird gesungen, wird das Geschehen noch lebendiger. Die Kinder fühlen das Bibbern und Schlottern in der Winterkälte mit, aber auch den nahenden Frühling mit seinen lieblichen Melodien. Inszeniert hat das Stück Lea Sophie Salfeld.

 

Odilo und der Wanderkühlschrank – Berner Zeitung

15. Dezember 2015

Endlich: «Ritter Odilo und der strenge Herr Winter» – zu sehen in den Vidmarhallen – ist eine Kinderoper, die nicht nur gut gesungen, sondern auch gut erzählt wird: originell und unverkrampft.

Der erste Eindruck ist gar nicht märchenhaft. Nur ein Klavier steht auf der Bühne. Keine Deko, weit und breit weder Ritter noch Prinzessin. «Wo ist denn jetzt das Märchen?», fragt ein Kind. Nicht weniger irritiert ist es, als ein Mann und eine Frau die Bühne betreten – um einen Kühlschrank zu liefern. Stöhnend und ächzend schiebt Wolfgang (Wolfgang Resch) das kartonverpackte Ungetüm herein, begleitet von Chefin Anne (Anne Hinrichsen).

«Hat jemand einen Kühlschrank bestellt? Ist das hier die Konditorei Algida?», fragt sie ins Publikum. Nein und noch mal nein. Also wieder raus mit dem Kühlschrank, die Zeit drängt, der Kunde wartet. Doch Wolfgang, der das Ganze alleine schleppen muss, braucht eine Pause. Und weil Pausen ohne Unterhaltung langweilig sind und da zufällig ein Klavier rumsteht, erzählen die beiden das Märchen «Ritter Odilo und der strenge Herr Winter».Da hat jemand eine Rahmenhandlung konstruiert, um eine lahme Story aufzupeppen – könnte man meinen.

Weit gefehlt! Der Kühlschrank ist in dieser Kinderoper, die am Wochenende in den Vidmarhallen Premiere feierte, mehr als ein witziges Detail. Das grosse Kartonpaket ist das Bühnenbild (Bühne: Andrea Zurfluh). Auf jeder Seite ist es mehrmals aufklappbar, zeigt mal das Schloss, mal das Zimmer der Prinzessin, mal die Küche der Küchenfee Algida. Und überall verbergen sich kleine Details wie Schubladen oder Klappen, die Überraschendes zutage fördern.

Einer für sechs

So spielt sich die Geschichte vom Ritter Odilo, der sich aufmacht, den Winter zu bekämpfen, in und um diesen Kühlschrank ab. Bariton Wolfgang Resch, Ensemblemitglied am Stadttheater Bern, singt und spielt mit minimalsten Hilfsmitteln gleich sechs Rollen: Er ist Ritter, Prinzessin, Ross, Drache, Küchenfee und Winter. Und wie er zwischen den Rollen switcht, jeder seine eigene Gestik und Klangfarbe verleiht, ist auch für Erwachsene ein Vergnügen.

So unverkrampft, humorvoll und ohne pädagogischen Dünkel macht Oper Spass. Auch die in ihrer Klarheit manchmal fast lautmalerische Musik von Henry Purcell kommt in dieser aufs Nötigste reduzierten Produktion von Alexander Kreuselberg (Regie) und Mareike Zimmermann (Text) gut zur Geltung.

Oper für alle

Und das Ende? Kommt schnell und unprätentiös. Nach 45 Minuten ist das Stück vorbei, das Happy End da und der Kühlschrank wird wieder eingepackt und weggeschleppt. Das ist weder zu kurz noch zu lang und bestens dazu geeignet, eine langweilige Schulstunde in etwas Besonderes zu verwandeln. Denn das Stück wurde dafür konzipiert, als Wandertheater an die Schulen zu gehen und Kinder für die Oper zu begeistern. Das wird ganz bestimmt gelingen.

Maria Künzli


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