Neuigkeiten | Theaterverlag Hofmann-Paul

Presse

Presse nach Stücken

Presse nach Autoren

Weitere Informationen

Stück Details

Presse - OUT! - Gefangen im Netz von Knut Winkmann

Mobbing im Internet – NIEDERLAUSITZ aktuell

04. Februar 2014

Mobbing im Internet, das Theater Senftenberg zeigt Knut Winkmanns "Out ! - Gefangen im Netz"

Facebook und Twitter gelten als soziale Netzwerke. Knut Winkmann zeigt in seinem Stück „Out! Gefangen im Netz“, dass diese Netzwerke aber auch sehr unsozial sein können. An der Neuen Bühne Senftenberg wurde es von Sewan Latchinian inszeniert. Ausstatter Tobias Wartenberg hat ein reales Klassenzimmer in das Studio des Theaters gebaut. Die Zuschauer sitzen in Schulbänken. Spielort kann aber auch ein Unterrichtsraum in einer Schule sein. In diesen Klassenraum kommt Dominik Stein, ein Polizist, der einen Vortrag über die Gefahren im Internet halten will. Aber bald merkt man, das ist kein Polizist. Das ist einer junger Mann, der sich berufen, fühlt vom Schicksal seiner Schwester Vicky zu erzählen. Von Vicky, die im Netz gefangen wurde. Vicky ist ein selbstbewusstes junges Mädchen, das coole Sprüche drauf hat. Auch bei Facebook hat sie viele Freunde. Eines Tages kommt sie in eine neue Schule. Dort kommt sie mit ihrer coolen Art überhaupt nicht an. Außerdem spannt sie der Klassenschönen noch deren Freund Lukas aus. Und der lädt sie auch noch zu seiner Party ein. Das duldet der Klassenverband nicht. Das Mobbing beginnt. Plötzlich tauchen Nacktfotos von Vicky im Internet auf. Dazu gibt es hämische Kommentare. Vicky tritt vor die Klasse und währt sich. Aber sie hat keine Chance. Der Terror wird immer größer. Vermummte Klassenkameraden entkleiden sie gewaltsam und demütigen sie und filmen alles. Als auch dieser Film bei Facebook eingestellt wird, verzweifelt Vicky und will ihr Leben auslöschen. Bruder Dominik kann den Selbstmord verhindern. Der Dominik wird von Simon Elias gespielt. Bei ihm ist der Dominik Stein einfühlsamer liebender Bruder. Er erzählt die Geschichte seiner Schwester spannend und plastisch. Durch seine großartige Schauspielkunst, Sprache, Gestik Mimik gelingt es ihm alle Personen der Geschichte vor den geistigen Auge der Zuschauer erscheinen zu lassen. Er geht auch durch die Bankreihen und spricht die Leute direkt a und sie mit hinein in die Geschichte. Alle sind von Vickys Schicksal tief betroffen. Und übrigens, sagt Dominik am Schluss, morgen kommt Vicky als neue Schülerin in eure Klasse.
Dieser letzte Satz ist ein guter Einstieg in ein Zuschauergespräch. Simon Elias ist dazu bereit. Jeder Lehrer sollte diese Inszenierung in seine Schule einladen. Im Studio der Neuen Bühne ist sie wieder am 14. März um 19.30 zu erleben.
 

Medienkompetenz / Internetmobbing – Lübeckische Blätter

04. Februar 2013

»Die Schulen stehen in der Pflicht, den Jugendlichen Medienkompetenz zu vermitteln. Insofern ist es eine gute Idee, das Thema Internetmobbing auch im Theater aufzugreifen. Der erfahrene Theaterpädagoge Knut Winkmann hat den Text entwickelt. Der Zugang zum Stück wird erleichtert durch die Verwendung von Jugendsprache [...]. Winkmann führt auch die Regie. Der Schauspieler Philipp Romann agiert variationsreich auf der Bühne. [...] Das Spiel ist sehr nah und sehr intim und sehr fesselnd. Das Publikum war beeindruckt. Dazu hat auch die Vielfältigkeit des Spiels des Schauspielers beigetragen. [...] Für die jungen Leute ist das in jedem Fall ein Erlebnis. [...] Zu Recht haben die großen Lübecker Stiftungen auch wieder einen namhaften Betrag für die Jugendarbeit im Theater Lübeck bereit gestellt.«

Folgen von Cybermobbing – Lübecker Nachrichten

02. Februar 2013

»[...] Gemeinsam mit Schauspieler Philipp Romann hat er [Knut Winkmann] ein Stück entwickelt, das die Folgen von Cybermobbing aufzeigt. Die Hauptperson von ›Out!‹ ist eine Schülerin, die von der Mehrheit der Klasse geschnitten und denunziert wird, anonym im Internet. Doch sie tritt gar nicht auf, ihr Bruder - eben Philipp Romann - ist ihr Anwalt, er erzählt ihre Geschichte, berichtet von sexuellen Unterstellungen, verfänglichen, ins Netz geposteten Fotos, von unzuverlässigen Freunden, von quälender Ausgrenzung. Das Stück zielt auf ein Schulklassen-Publikum, und im Landschaftszimmer des Theaters wird man auch als Erwachsener wieder Teil eines Klassenverbandes. [...] Winkmann und Romann schaffen es, die Zuschauer in diese Drachenhöhle hineinzuziehen, in der Mitschüler zu gesichtslosen Ungeheuern mutieren können.«