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Der Liftverweigerer
Der Liftverweigerer
Er fährt schon sein ganzes Leben mit dem alten Lift. Jetzt ist ihm der Hund gestorben und das Alleinsein wird ihm bewusst.

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Presse - Der Liftverweigerer von Bengt Ahlfors

Der Liftverweigerer – www.meinbezirk.at

24. Oktober 2016

Klagenfurt am Wörthersee: Volxhaus |

Was ursprünglich als Szenische Lesung geplant war, entwickelte sich durch das Engagement des Schauspielers Herbert Murero zu einer charmanten One-Man-Darstellung mit einfühlsamer Klavierbegleitung durch die Pianistin Sabine Chantzaras.

von Christina Jonke

Das Leben ist kostbar, egal wie viel Zukunft man noch vor sich hat - soweit die Botschaft des Solotheaterstücks DER LIFTVERWEIGERER mit Herbert Murero.

Die kleine, feine Inszenierung der ARGE Bühne K versteht die im Stück so markant eingesetzten Treppen als Symbol für das Leben: es geht aufwärts und dann auch wieder hinunter. Mal schwerer, mal leichter - mal schneller, mal langsam. Ein Lift als einfache Lösung steht nicht immer zur Verfügung.
In dieses Umfeld stellt der finnlandschwedische Starautor Bengt Ahlfors seinen vereinsamt in der Wohnung im obersten Stock eines Hochhauses lebenden Protagonisten samt dessen Erinnerungen.
"Vereinsamung ist ein brandaktuelles Thema quer durch alle Generationen - die Liebe auch. Sie ist es, die sich auf den Treppen des Stiegenhauses in das Denken des einsamen Mannes schleicht und schließlich siegt", erklärt Regisseurin Christina Jonke die Stückwahl.
Das Stück macht Mut sich umzusehen und das eigene Leben selbstverantwortlich in die Hand zu nehmen. Auch wenn die Zukunft überschaubar scheint. Jeder Tag zählt!

Die Einsamkeit des Alters – Augsburger Allgemeine

06. Juni 2011

Zur Inszenierung „Der Liftverweigerer“ am Landestheater Schwaben, Stadttheater Memmingen
P: 30.04.2011; R: Peter Kesten, D: Peter Hoeschler

 

Die Einsamkeit des Alters. Ein-Mann-Stück schafft beklemmende Stille
Von Bärbel Knill

Landsberg. Alter und Einsamkeit sind nicht gerade Themen, zu denen man sich als Theaterbesucher hingezogen fühlt. Dennoch kamen einige standhafte Zuschauer, um sich mit dem Stück „Der Liftverweigerer“ des Schweden Bengt Ahlfors in der deutschen Erstaufführung durch das Landestheater Schwaben im Landsberger Stadttheater mit diesen Tabus konfrontieren zu lassen.

Mit viel Gespür und Liebe fürs Detail ist die Bühne als Wohnzimmer eines alten Menschen gestaltet –manchmal grenzt es fast schon ans Klischeehafte. Geschmacklose Lampen verströmen den Muff vergangener Tage, dunkle Möbel aus den Dreißigerjahren zeugen von der deprimierenden Gleichförmigkeit der Zeit, die der Bewohner hier verbracht hat und noch immer verbringt. Die geräusch- und wortlose Anfangsszene schafft eine zunehmend beklemmende Stille im Saal, und der Zuschauer wagt kaum zu atmen, während Peter Höschler in der Rolle des alten Mannes mit den vorsichtigen Bewegungen des Alters in der Wohnung herumnestelt. Dann beginnt ein Monolog, der in seiner phasenweisen Langatmigkeit die Ödnis und Einsamkeit des Lebens seines Erzählers widerspiegelt, der dem Publikum aber auch einiges an Geduld und Durchhaltevermögen abverlangt. Peter Höschler verkörpert den alten Mann als noch rüstig in den Bewegungen – manchmal fast allzu rüstig –, im Sprachfluss die meiste Zeit monoton resigniert, bis am Ende Leben in ihn kommt, als er Besuch erwartet. Die Monotonie des Monologs, einerseits bedingt durch die Figur des alten Mannes, birgt andererseits die Gefahr in sich, dass die Konzentration des Zuschauers stellenweise nachlässt.

Die Geschichten aus dem Leben, die der alte Mann erzählt, sind wenig spektakulär, handeln von der Mutter, dem Hund, den Nachbarn, dem Lift, den Ereignissen aus der Kindheit, den Zufällen des Lebens. Sie ähneln den Geschichten, die jeder Mensch am Ende seines Lebens erzählen kann, und die uns dennoch angesichts der Frage nach dem Sinn des Ganzen ratlos zurücklassen. „Wir reisen allein durch die Nacht, ohne zu wissen, warum.“ Dieser Satz kommt zwei Mal im Stück, und darin ist wohl auch die Quintessenz des Stücks zu sehen. Autor Bengt Ahlfors hat sich gnädigerweise dafür entschieden, das Publikum am Ende nicht ganz ohne Hoffnungsschimmer zu entlassen, denn der alte Mann lernt noch einmal einen anderen Menschen kennen, und das Klingeln der Türglocke und das Auftreten eines freundlichen Hundes bilden den Schluss.

Die Inszenierung durch Peter Kesten ist auf das Wesentliche beschränkt. Das hat seine Berechtigung im Thema und in der Figur des alten Mannes. Für den Zuschauer ist sie dadurch etwas ermüdend.

 

Liebenswert, mitunter skurril – Altmark Zeitung

17. Januar 2009

Zur Lesung von Bengt Ahlfors, dem Autor von „Der Liftverweigerer“ am TdA, Stendal am 15.01.2019


„Altmark Zeitung“, 17.01.2009
Liebenswert, mitunter skurril. Heiterer Lesungsabend im Theater der Altmark mit finnischem Autor
In der Kulisse für sein Theaterstück „Die letzte Zigarre“ las und spielte der finnische Autor Bengt Ahlfors am Donnerstagabend aus seinem neuesten Theaterstück: „Der Liftverweigerer“. Der Erfolgsautor besonders in Finnland und Schweden studierte Theaterwissenschaften arbeitete zunächst als Theaterkritiker und ist derzeit Finnlands wohl bedeutendster Theaterschriftsteller, der auch selbst seine Stücke inszeniert. 1937 geboren, schrieb er über 30 Stücke, die zum Teil mit internationalem Erfolg aufgeführt werden.
Nach einer' kurzen Vorstellung durch seine Dolmetscherin stellte Bengt Ahlfors sich selbst ans Stehpult in der Theaterszene und begann lesend den älteren Herrn vorzustellen, der in der Einsamkeit der Großstadt nach -Kommunikation sucht.
Vor Jahren starb sein Hund „Kafka", mit dem er sich so schön unterhalten konnte, nun weiß er nicht recht, mit wem er reden soll. Da bot sich „Enok“, der alte Fahrstuhl in seinem Wohnhaus an, in dem man bis zu seiner Wohnung im 7. Stockwerk fahren kann. Allein mit ihm kann man ihm eigentlich' alles erzählen. Doch nun fordern die Ärzte, er soll sich bewegen, bewegen, bewegen! Um zu überleben.
Ade also, guter alter Fahrstuhl. Jetzt heißt es die 127 Stufen treppauf, treppab zu steigen. Doch da gibt es ja Tricks. Wenn man schwer zu tragen hat. Sehr schwer! Was aber heißt sehr schwer? Konflikte, die man listig zu umgehen weiß.
Fast nebenher erfährt der Zuhörer auch noch nahezu das gesamte Leben des Alten, zumindest aber wichtige Lebensgewohnheiten unseres „Liftverweigerers“.
Liebenswert, mitunter skurril, augenzwinkernd auf sein Publikum eingehend, erzählt Bengt Ahlfors seinen Zuhörern die Geschichte seines Monologhelden.
Man wird an Vicco von Bühlow/Loriot oder Ephraim Kishons Alltagsgeschichten erinnert, in deren literarischer Verwandtschaft der finnische Autor sich bewegt und schmunzelt über die Begebenheiten, die der "Großstadtheld" seines Monologs in seiner Einsamkeit durchlebt. Gespräche nach der Lesung gaben Einblicke in die Schriftstellerwerkstatt. Der Zuhörer erfuhr von Nöten und Überraschungen, die der Autor erlebt oder durchleidet, wenn andere seine Stücke inszenieren. Heiter, wie der gesamte Abend, klang er mit einer Kurzgeschichte aus, in der Papst Johannes Paul II. bei Petrus ankommend, wie alle Päpste eine kleine Hütte am himmlischen See beziehen soll, während Charly Chaplin einen prächtigen Palast am Berghang bewohnt. Sich beklagend erfährt unser Papst, dass es wohl über 200 Päpste gegeben habe aber nur einen Chaplin, der so wie er die Menschheit erheiterte. Fröhlicher Schlussapplaus.


„Stendaler Volksstimme“, 12.01.2009 (Vorankündigung)
„Die letzte Zigarre“ im Theater der Altmark. Finnischer Autor zu Gast bei der Premiere
Am Donnerstag, 15. Januar, stellt Bengt Ahlfors um 19.30 Uhr im TdA sein neuestes Stück „Der Liftverweigerer" in einer Lesung vor. Auch darin geht es um Sehnsüchte und Einsamkeit im Alter. Seit sein Hund gestorben ist, redet ein alter Mann mit dem Lift, während er sieben Stockwerke hinauf fährt. Selbstironisch erzählt er von der Suche nach neuen Begegnungen und Gesprächspartnern bei Computerkursen in der Volkshochschule, Beerdigungen und Hochzeiten Bengt Ahlfors' Stück ist ein witzig-skurriler Monolog über die Einsamkeit des Alters und die Anonymität des modernen Großstadtlebens.


„Märkische Allgemeine“, 13.01.2009 (Vorankündigung)
Alt und ohne Aufzug. Lesung: Autor Ahlfors liest aus „Der Liftverweigerer“
Der finnische Autor Bengt Ahlfors stellt übermorgen (Donnerstag, 15. Januar) im Stendaler Theater der Altmark (TdA) sein neues Stück „Der Liftverweigerer“ vor. Beginn der Lesung ist um 19.30 Uhr. Am Sonnabend (17. Januar) wird Ahlfors' Werk „Die letzte Zigarre“ erstmals im Altmarktheater aufgeführt.
Im „Liftverweigerer2“geht es um einen alten Mann, der schon sein ganzes Leben mit einem alten Lift fährt. Nach dem Tod seines Hunds wird ihm das Alleinsein bewusst - und der Lift ist für den Mann wie ein Freund, geworden. Denn bis hinauf zum siebten Stock kann man ihm Vieles erzählen. Aber, nun soll der ältere Herr Treppen steigen - Bewegung tut Not, rät ihm der Arzt. Mit wem soll er, als ärztlich verordneter Liftverweigerer, nun reden?
Der alte Mann erzählt mit einem - gehörigen Schuss Selbstironie von seinem Leben ohne Hund. Er ist zudem auf der Suche nach neuen Begegnungen und Gesprächspartnern bei Computerkursen in der Volkshochschule, Beerdigungen und Hochzeiten.
Das Stück von Bengt Ahlfors ist laut Altmarktheater ein witzig-skurriler Monolog über die Einsamkeit im Alter und die Anonymität des modernen Großstadtlebens. "Natürlich weiß ich, dass es albern ist, mit einem Lift zu reden, natürlich weiß ich das", sagt der alte Herr: „In einem Schauspiel von Tschechow hält jemand eine Rede an einen Schrank, aber: das ist ein Theaterstück, und da darf man ein bisschen albern sein. Andererseits, warum soll ich denn nicht mit Enok reden, es schadet. schließlich niemandem. Ich habe keinen Menschen, mit dem ich reden könnte."


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