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Scheherezade
In Jonas Gardells Solo ist die große Märchenerzählerin Scheherezade aus Tausendundeiner Nacht ein Mann mittleren Alters. Er ist allein auf der Bühne, von Spiegeln umgeben. Eine rätselhafte Person, die versucht, sich selbst und das Publikum von seiner Macht als Entertainer zu überzeugen, aber zur gleichen Zeit einen hohen Preis dafür zahlt.
Die Märchenerzählerin Scheherezade wird zur Metapher für einen Künstlertypus, bei dem Leben und Kunst sich einander bedingen, für Lebenskünstler wie Oscar Wilde oder Truman Capote. Aus dieser Verschmelzung zwischen Person und Rolle, zwischen Wahrheit und Lüge ergibt sich die rätselhafte Spannung zum Publikum, die auch in diesem großen Monolog entsteht.
Gardells Stück ist tragisch und komisch, es berührt und sprüht vor Witz und bietet große Möglichkeiten für einen Schauspieler.
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Schauspiel
Homosexualität
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1H
