Inhalt
Sarah SaysSarah Sagt
Das neue Stück von Lia Nirgad ist ein Tanz – mit Körpern, mit Licht, mit zwei Sprachen – Deutsch und Englisch. Und es ist ein Totentanz, Trauer- und Erinnerungsarbeit, ein Befreiungsakt, der aber auch in erdrückende Verwicklung umschlagen kann. Anmutig und metaphorisch, zugleich aber auch befremdlich konkret erzählt Sarah SaysSarah Sagt von zwei Schwestern, die um ihre Mutter trauern, die sich der Frage stellen müssen: Was bleibt? Sarah will die Knochen der Verstorbenen ausgraben und wiederzusammensetzen. Ist dies die Hoffnung, im künstlerischen, gleichsam rituellen Akt die geliebte Mutter wieder zum Leben zu erwecken? Die Geschichte dieser drei Frauen verbleibt in der Andeutung – nur wenige, ausgewählte Gegenstände und Themen eröffnen für den Zuschauer – und Zuhörer – den Assoziationsraum: der Koffer, die Knochen, von Reisetrauer, und unstillbarem Hunger ist die Rede. Wer war diese Mutter? Wie war das Verhältnis zu ihren Töchtern? Welche Beziehung verbindet – oder trennt – die beiden Schwestern? Durfte die Mutter reisen oder musste sie fliehen? Wohin richtet sich ihre „travelling melancholy“ – in die Ferne, in die Heimat? Welche Sprache ist die Mutter-Sprache? Das Stück entfaltet tänzerisch einen Raum von Fragen. Die Zuschauer sind es, die die Geschichte in ihrem Kopf weiter erzählen, die den Tanz, die flüchtigen Konstellationen von Anziehung und Abstoßung, für sich deuten müssen.
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Kategorien
Schauspiel
Besetzungshinweis
1D 1 Tänzer
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Aufführungen
ADA Berlin-Wedding am 24.3. und 25.3.2012
Regie: Frauke Frech und Lydia Zechelius
Performance (Tanz Performance)
Performerinnen Frauke Frech und Lydia Zechelius
Museum der Unerhörten Dinge Berlin
Romanfabrik Frankfurt am Main
